Mein kleiner Indianer ohne Namen …

Das Bild unten hat Junior gemalt (ich find’s superschön, aber das muss ich ja fast) und gestern nach Hause gebracht. Und auf der Rückseite habe ich dann das hier gefunden:

Liebe Eltern

Wir hören im Kindergarten die Geschichte von den Indianerkindern „Fallender Schnee“ und „Tanzendes Blatt“. Bei seiner Geburt fiel der Schnee, bei ihrer Geburt tanzten die Blätter, daher erhielten sie ihren Namen.

Wir möchten nun Sie, liebe Eltern, fragen, ob Sie ihrem Kind erzählen könnten, was am Tag seiner Geburt zusätzlich spezielles geschah. Bitte notieren Sie Stichwort oder kurze Begebenheiten (auf die Rückseite der Zeichnung) damit wir im Kindergarten anhand der Erzählungen der Kinder gemeinsam einen passenden Indianernamen suchen können.

Eigentlich finde ich die Idee ja ganz herzig – nur … habe ich damit ein bisschen Probleme. Juniors Geburt war im Winter – aber es war über 10 Grad warm – nix mit Schnee. Es hat nicht geregnet, aber es war glaub bewölkt. Überhaupt … habe ich von dem Tag nicht viel gesehen, und auch sonst nichts mitbekommen, da wir ihn im Spital verbracht haben wegen dem Versuch der äusseren Wende, die dann schiefgegangen ist. (Wer wissen will, wie das ging, kann hier nachlesen *klick*). Aber das … ist irgendwie nicht gerade das, was ich Junior in dem Moment erzählen möchte. Ausserdem würde das keinen guten Indianernamen abgeben, oder?

Das sind so die Momente, wo ich es bedauere, dass er keine „normale“ Geburt haben konnte. Aber man kann sich das halt nicht immer aussuchen.

Also, was erzählen wir ihm? Erfinde ich einfach etwas?

Falls ihr auch Kinder habt: was würdet ihr denen erzählen? Was ist am Tag der Geburt spezielles passiert? (Ausser der Geburt, natürlich)

Oh ja – und ich habe nur bis morgen …

4 Antworten auf „Mein kleiner Indianer ohne Namen …

  1. Das Bild ist wirklich süß!! Vielleicht lässt sich mit den Wolken ein schöner Indianername bilden? Oder dass es ungewöhnlich warm war und eben kein Schnee lag?
    In Kenia kriegen die Kinder einen Zweitnamen, je nachdem zu welcher Tageszeit sie geboren sind, vielleicht lässt sich da was machen? Oder wie sah Junior denn aus, oder hat er was spezielles gemacht, nachdem er auf die Welt gekommen ist? Vielleicht lässt sich ja da was finden ;) oder die Großeltern erinnern sich vllt noch besser an den Tag?
    Ich hoffe ihr findet einen ganz tollen Indianernamen!

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  2. Ethuiliel
    Oh, das Bild ist ja hübsch. :) Eigentlich find ich die Idee mit dem „von
    der Geburt erzählen“ ja ganz nett, aber ich als Zuständige hätts glaub
    ich trotzdem sein gelassen… das ist doch doof wenn die Kinder nacher
    enttäuscht sind oder so. Erfinden würde ich nichts. Vielleicht gabs ja
    kühlen Wind oder so an dem Tag. :)

    Irene
    Es muss ja nicht direkt die Geburt oder das Wetter sein.

    Meine Eltern haben mir zB. immer erzählt, dass sie sich in einem Wäschekorb (so ein altmodischer, geflochtener aus Weiden) zwischen sich nach Hause getragen haben. Vielleicht gibt es so eine Begebenheit? Dass er sich immer eine Socke ausgezogen hat, oder die Schwestern ihn so-und-so genannt haben, wie sah es im Wöchnerinnenzimmer aus, hat er immer nach Tee verlangt, wie war sein Babyzimmer dekoriert? Gab es eine Spieluhr-Musik, die er mochte?

    Wobei ich auch das warme Dezember-Wetter okay finde. „Winter im grünen Gras“ wäre doch ein hübscher Name :-)

    OT: wenn er noch einen Hals malt, ist er schulreif – je 5 Finger, Boden unter den Füssen, Haare auf dem Kopf, perfekt!

    Nicel
    Wie war es denn, als ihr gemerkt habt, dass du schwanger bist?
    Wir waren im Urlaub in Südafrika und haben an dem Abend gleich 2x ein Hippo gesehen. Das ergab den Arbeitstitel :-)

    gedankenknick
    Naja, wie wäre es mit: „Dreht sich nicht nach Fremden um!“
    Etwas romatischer wäre natürlich: „Immer dem Herzen zugewandt“
    ;-) *duck´n´cover*

    Rosalie
    Hat der Tag, seiner Geburt vielleicht noch einen Namen? Feiertag oder so? Oder wenn es Dezember war kann man da etwas mit Advent/Weihnachten machen?

    anna
    öhhm, ich stelle mir grad vor, wie im Kindergarten in Papua-Neuguinea das Thema „Europäer“ durchgenommen wird: Die Kinder nennen sich Gottlieb oder Svetlana und malen Bilder mit Holzschuhen, Bollenhüten und Rosenkränzen… kultursensibel geht irgendwie anders.

    Was weiss Junior denn schon über seine Geburt? Ein warmer Wintertag, langes Warten auf die äussere Wende, wie er sich wieder zurückdreht, dass er dann ganz schnell auf die Welt geholt wird – daraus lässt sich doch ein Name basteln, und die unausgeschmückten Fakten sollten auch einen Fünfjährigen nicht traumatisieren.

    Bimed
    Ich war von morgens früh an im Spital :-(

    Anne
    Sehe ich auch so: Vorsichtig passende „Ausschnitte“ erzählen, den Wendeversuch so gut es geht positiv gestalten… Purzelbaum im Bauch kann sich sicher jedes Kind vorstellen.
    Häuptling „Purzelnder Baum“ „Kullernder Kopf“ oder doch „Wärmende Sonne“?

    Bimed
    Sitzendes Hörnchen :-) – zumindest im Bauch hat er sich nicht gedreht … heute ist das anders …
    Aber den Namen müssen ja die Kindergartenkinder aussuchen.

    Frau P.
    „Der-sich-nicht-drehen-wollte“ ;)

    Cora
    Du schreibst, dass es bewölkt war … vielleicht gefällt ihm ja „Fliegende Wolke“ oder so etwas ähnliches ?

    Mir würde es übrigens wie dir gehen, ich kann mich nicht mal ans Wetter erinnern, ich war andersweitig beschäftigt …

    Biene
    10°C im Winter sind doch auch was Besonderes. Meine Mama erzählte mir mal, dass sie sich erst auf dem Weg ins Krankenhaus für einen Namen entschieden hatte. Sie fuhr nämlich im Krankenwagen an einem Friseursalon mit dem Namen „Sabine’s“ vorbei und fand den Namen plötzlich ganz toll. Find ich auch eine schöne Geschichte. Vielleicht fällt dir ja was ähnliches ein. Viel Erfolg und liebe Grüße!

    BayernChris
    wäre das eine Idee? Du gibst bei Tante Google den Tag der Geburt ein und dazu „Nachrichten“, „Ereignis“ oder so etwas. Dann sucht Euch was schönes, was an diesem Tag passiert ist

    Kathrin
    Vielleicht einfach nur, dass Junior früher als erwartet auf die Welt kam? Oder die grünen Kittel?

    sakasiru
    Meine Schwiegermutter hat die Zeitungen von dem Tag aufgehoben, an dem unsere Kinder geboren wurden. Da würde ich sicher was finden. Vielleicht gibt es ja von eurer Tageszeitung auch ein Onlinearchiv in dem du heute Abend mal stöbern kannst.
    Ansonsten fände ich auch nicht schlecht, wenn du Junior einfach ein bisschen was über die Geburt erzählst, vielleicht auch den 24 Stunden davor und danach, und den Namen wird er dann vielleicht ganz allein finden.
    Zum Wendeversuch: Häuptling stures Böckchen? ;-)

    Bimed
    und ich bin sicher, das geht anderen Müttern und Vätern auch so. Wetter? Was für Wetter?

    Bimed
    stures Böckchen? Gefällt!

    Julika
    Das Bild von Junior ist super!!!Und mit der Namensfindung: Ich kann mich
    bei vier Geburten kein einziges Mal an das Wetter o.ä. erinnern. Das
    war einfach nicht wichtig….räusper…die Deckenfarbe der Kreißsäle
    kann ich allerdings genau beschreiben – und es waren alles
    Spontangeburten – das hat mit Deinem plötzlichen Kaiserschnitt gar
    nichts zu tun.
    Und es ist auch die Frage, ob Junior sich dafür schon
    interessiert (meine Großen kenne ihre Geburtsgeschichten), der
    Fünfjährige noch nicht, da er bei dem Ansatz eines Berichtes schon
    ausblendet.
    Mach es einfach – es sollen ja Stichworte sein:
    * warmes Winterwetter
    * kam schnell auf die Welt
    * er sah wunderschön aus
    * hatte…..Haare (keine, wenig, schwarze…whatever….)
    Und daraus werden die Erzieherinnen mit Junior etwas Wunderbares zaubern.
    Liebe Grüße Julika

    Cerise
    Ja aber, es wird doch in eurer Familie jemanden geben der weiß wie das Wetter an dem Tag war? Deine Eltern? Deine Schwiegereltern?
    Kam er nachmittags? Abends? Oder gar nachts? Da kann man doch was draus machen, „Abendbringer“ oder „Der Sternenmaler“ oder sowas.

    Die Idee vom Kindergarten finde ich schön, Söhnchens Geburt war recht schnell und ich erinnere mich noch ganz genau an den Moment wo sein Kopf endlich draußen war, ich habe einmal tief Luft geholt für den Rest und nach draußen gesehen, gerade ging die Sonne über den Häusern der Stadt auf…

    Und da Söhnchen mit der Nase nach oben geboren wurde wäre sein Indianername wohl „Der, den die Sonne geküsst hat“.

    Annkathrin Hana Mond
    Naja, meterhohen Schnee oder sonstiges „spektakuläres“ Wetter, besonders schlechtes oder besonders gutes, merkt man sich vielleicht, aber völlig durchschnittliches 08/15-Wetter … das behält man doch nur, wenn man da gerade etwas gemacht hat, wo es viel Outdoor-Action gab.

    Ich habe noch keine Kinder, aber wenn ich versuche, mich ans Wetter bei sonstigen besonderen Ereignissen in meinem Leben zu erinnern, weiß ich es oft nicht mehr. Vermutlich war es da dann auch immer „mittelwarm/-kalt und bewölkt“.

    BC
    Meine Tochter (3.) ist an meinem Geburtstag geboren (eine Woche vor Termin, also praktisch normal). Am Vortag hatte ich noch einen Kuchen für meine Geburtstagsfeier mit meiner Familie gebacken. Diesen Kuchen (Linzer Torte) haben wir dann am Geburts-Tag auf dem Zimmer in der Klinik gegessen!

    machermama
    Puh also bei meinem Erstgeborenen habe ich am Tag der Geburt nichts mitbekommen außer Schmerzen und den Kreissaal von innen. Da würde mir auch kein Indianername einfallen.

    Eim Zweiten war schon was „besonderes“ am Tag seiner Geburt. (bzw an den Tagen rund um seinen Geburtstag) Aber ob „Kernschmelze nach Tsunami“ ein so toller Indianername ist???

    Grüße von der Machermama
    mamamachmal.wordpress.com

    Bianca
    Ich finde das ja eine nette Idee vom Kindergarten, aber vielleicht auch etwas unüberlegt. Je nachdem, wie es war, kann einen das schon sehr schwer fallen, da an etwas positives zu denken.
    Bei meiner ersten hatte ich eine Schwangerschaftsvergiftung und eine Plazenta, die sich nicht löste und wäre ohne moderne Medizin dran gestorben- da hätte ich echt Mühe was positives zu erzählen- vielleicht dass der Papai sie dann zuerst lange in den Armen hielt und sie wärmte, während die anderen mein Leben retteten oder dass sie eine Kämpfernatur war trotz ihres Untergeqwichts. .
    – und das Wetter? Keine Ahnung auch nicht, das der folgenden Tage…
    Nummer 2 war auch ein Steissitzer. Und er wollte sich auch nicht wenden lassen- nach 2 Versuchen haben wir ihm dann seinen Willen gelassen und ich habe ihn 10 Tage später vaginal geboren- dafür hatte er extrem blaue Hoden und Gesäss.

    Ich weiss nicht, wie es bei Dir war, aber was ich ihm gerne erzähle, ist, dass ich als erinnertes BIld von einem Ultraschall immer, wenn er gestrampelt hat, das Gefühl hatte, er sitzt gemütlich auf meinem Beckenknochen und lässt die Füsse in mein kleines Becken baumeln wie wenn er an einem See sitzen würde und die Füsse ins Wasser hält. Natürlich weiss ich, dass das anatomsich falsch ist, als Bild hat mir aber irgendwie sehr gefallen- so etwas könnte schon einen Namen abgeben- oder so was wie die Eigenschaft des Gemütlichen, der keine Lust zum Drehen hatte.

    Ralf
    Warmes Winterwetter fanden die Indiner in Nordamerika sicher wichtig.
    War für die Indianer teilweise schwer über den Winter zu kommen

    Wie wärs mit „der bei dem der Winter den Atem anhält“?

    Du kannst Ihm ja erzählen wie wichtig es war dass die Straßen frei waren bei seiner etwas schwierigen Geburt.

    gedankenknick
    Ist zwar etwas spät, aber ich wollte noch hinterherschieben, dass Namen bei den Indianervölkern ja nicht unbedingt zur Geburt vergeben wurde, sondern zum Teil auch mit dem „Initiationsritus zum Erwachsenen“, oder bei anderen „im Gedächtnis belibenden Ereignissen.“ Dabei will ich mal nicht unbedingt auf „Der mit dem Wolf tanzt“ und „Steht mit Faust“ anspielen, an passender Fachliteratur gibt es einiges…
    Also kann man durchaus auch ein anderes Erlebnis zum Generieren eines Namen „benutzen“…

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