Nur kurz dazwischen …

Im Moment sind ja wieder Lehrlingsabschlussprüfungen – und auch bei uns macht ein Lehrling der Drogerie den Abschluss.

Nun hatte sie die Verkaufsprüfung, das heisst es kommen 3 Experten ins Geschäft, einer davon spielt den Kunden mit den verschiedensten Beschwerden und der (noch-) Lehrling muss beraten und verschiedenes „verkaufen“.

Das ganze spielt sich während der normalen Verkaufszeit ab – während der (Noch-) Lehrling mit der Prüfung beschäftigt ist, bedienen wir weiterhin die normalen Kunden und versuchen alle Störungen von der Gruppe fernzuhalten.

Versuchen, denn ….

Man muss sich das vorstellen: Da stehen also gleich 3 Leute um unserem Lehrling, 1 davon mit Notizblock und eifrig am Notizen machen, die anderen beiden mit gespannten Gesichtern zuhörend, was unser Lehrling so sagt … und dann schafft es doch tatsächlich die aufdringliche Kundin sich dazwischenzudrängen: „Ah, Sie sind ja heute hier! Ich hätte da nur kurz eine Frage zu ….“

Sie war nicht aufzuhalten. Wir haben’s versucht.

Merkt die denn gar nichts? Oder ist es ihr egal?

 

25 Antworten auf „Nur kurz dazwischen …

  1. Ich tendiere zu beidem ?
    Egoismus macht blind und so kommt sie schneller an ihr Ziel.
    anderseits kann er so beweisen wie flexible und kundenorientiert er ist das kann ja seiner Note eigentlich nicht schaden oder ?
    Falls doch sollen sie das ganze in der Schule abhalten ;-) oder eine großen Schwarzen kasten mit Vorsicht Vogelgippe !
    In mindestens 5 Sprachen und mit Neon Pfeilen drum herum aufbauen.

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  2. Sie ist der Nabel der Welt und als Kundin Königin. Ausserdem sollte der Lehrling ihr auf Knien danken und die Füsse küssen, dass sie ihm die Gelegenheit gegeben hat, seine Beliebtheit bei der Kundschaft unter Beweis zu stellen.
    Wir haben auch so einen Kunden, dem Schlangestehen fremd ist.

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  3. Ich hab auch beim ersten Lesen gedacht, „warum im Geschäft und nicht in der IHK?“
    Aber dann dachte ich, „nein, im Geschäft weiß sie, wo die Sachen sind, und kann wesentlich kompetenter reagieren.“

    Es wäre wohl gut, ein Schild vorn aufzustellen, „Achtung, heute Prüfung im rechten Ladenteil; bitte nicht stören! Auf der linken Seite geht der Verkaufsbetrieb normal weiter.“

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    1. Ausserdem ist es wesentlich realistischer so. Extern hätten sie nie alle Produkte – und vor den Prüfungen darf bei uns der Lehrling alle Ausstellungen etc. entfernen, wo sie sich nicht sicher fühlt. Denn das haben die Prüfer auch noch gern: da nimmt man etwas in die Hand und fragt: „Für was ist das?“

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  4. Überall gibts Leute, die ausschließlich mit sich selbst beschäftigt sind, und alles relativ sehen- relativ zu ihren Bedürfnissen, die riesengroß im Vordergrund stehen und ihnen damit den Blick versperren auf Zusammenhänge und auf andere Menschen. Viele wären zutiefst entsetzt, würde man sie entsprechend harsch auf ihr Verhalten hinweisen- und auch diesen Hinweis nicht richtig einsortieren. Denn schließlich meinen sie es ja gut/haben das Recht/wollen nur eben kurz… Diese Leute scheinen einen sozialen Tunnelblick zu haben, der alles am Wegesrand ausblendet. Ich glaube, es ist Energieverschwendung, sie erziehen zu wollen. Das einfachste ist vermutlich, sich mal ein, zwei Sätze zu überlegen, mit denen man diese Leute in ihre Schranken weist, und sich nicht zu ärgern.

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  5. Hat denn keiner der Prüfer was gesagt? Auf alle Fälle sollte es Pluspunkte geben für den Lehrling wegen der „Störung“.

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  6. ja vieleicht gibt das ja punkte wenn man auf störungen im beratungsgespräch freundlich und sachlich reagiert. aber ich kann mir vorstellend as es für den prüfling sehr unangenhem war aus dem konzept gebracht zu werden.

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  7. ist übrigens jemandem der winzig kleine smili im hintergrund aufgefallen? rechts oben knapp unter dem header im hellen kringel… oder seh nur ich den?? *G*

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    1. Ich seh ihn auch.
      Bei „Für Zufallsartikel“ nach rechts verlängern und sobald man die „Beilagscheibe“ trifft, etwa einen halben Zentimeter nach oben gehen.

      Mysteriös! Ist das jetzt wie bei „Das Netz“ und wenn ich den Smiley anklicke, dann lande ich bei den „Prätorianern“? ;-)

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    2. Also, bevor das jetzt in Verschwörungstheorien ausartet: Der smiley kommt von wordpress selber und ist Teil des Templates. Der ist schon seit dem Anfang da, nur war er schwarz auf dunkelgrau noch nicht so gut sichtbar.

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      1. Also war er ursprünglich schwarz auf dunkelgrau noch versteckt: „The matrix has you! Welcome to the real world!“ :-)

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    3. Der ja ist soo süss…
      Ich frage mich seit dem „Umzug“ auf worldpress, was es damit auf sich hat; aber natürlich habe ich nicht gefragt… Tut man ja nicht…
      Mein Gott bin ich gut erzogen und angepasst… :-(

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  8. Solche Leute sind unglaublich nervig! Wie ging die Prüfung denn aus, hat der Lehrling bestanden?

    Und nein, einen Smiley seh ich nicht.

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  9. Bei jeder Prüfung die im „realen“ Umfeld mit Menschen stattfindet, kann es zu unverhofften Situationen kommen.
    Glücklicherweise sind 95% der Prüfer strenge aber nette Leute (bei den anderen 5% hat man schon verloren bevor man den Mund überhaupt auf gemacht hat).
    Eine Freundin von mir hatte neulich eine Hospitation (Kindergarten) und das Thema war „Karneval der Tiere“. Im Laufe des Angebotes sprang auf einmal ein Kind auf, Wurf die Stift im Raum herum und schrie laut: „Ich hasse Karneval!!!“

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  10. Ich habe auch mal eine Verkäuferprüfung abgelegt und die mündliche war in der Schule, nicht in dem Geschäft, in dem ich gelernt habe. Es ist das erste Mal dass ich lese/höre, dass man dirket im Laden einen Lehrling prüft.

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  11. Diese Kundinnen kenne ich. In der Bank kommen die immer von hinten angeflogen, während der Kunde gerade im Beratungsgespräch vertieft ist, und werfen sich von hinten (teilweise mit Körpereinsatz) dazwischen, um dann mit „ich hab nur schnell eine Überweisung abzugeben!“ mitten reinzuplatzen.

    Beste Antwort: „Wenn Sie es dermaßen eilig haben – da vorn ist extra ein Briefkasten für Ihre Belege!“

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  12. Gerade in der Apotheke meinen die aber aufgrund ihrer vier Krankheiten die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben – und empfehlen ihre sechs Medikamente bei allerlei anderem ungefragt – hauptsache „mir hats geholfen!“ Furchtbar. Da helfen nicht mal Diskretionsaufsteller…

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  13. Typischer Fall von merkbefreit und lernresistent… Ich hätte zumindest von den Prüfern erwartet, dass sie ihr sagen, wo der Hase läuft, wenn sie schon nicht auf euch hört. Aber vermutlich hätte das gar nichts gebracht, denn siehe oben… merkbefreit und lernresistent…

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