Telefon von der Visa Card

Gestern abend habe ich ein Telefon bekommen vom Kundenservice der Visa Card: „Es handelt sich um einen Kontrollanruf. Haben sie eine Überweisung nach oder einen Kauf in den USA getätigt?“
Bimed: „Nein, habe ich nicht. Das letzte, was ich mit der Kreditkarte bezahlt habe sind 2 Bestellungen bei Amazon.“
Visa: „Ja, die vom 30. Juli. Sie haben da aber von heute 5 Uhr eine Überweisung.“
Bimed: „Nein, das war ich nicht.“
Visa: „Kennt jemand anders als sie ihre Kartennummer und Code?“
Bimed: „Nein.“
Visa: „Dann sperren wir jetzt die Karte und schicken ihnen eine neue.“
Bimed: „Oh, ah, Danke?“

Und jetzt bin ich hier und überlege: erstens, wie kommt jemand an meine Kartennummer? Ich bezahle sehr wenig damit, brauche sie vor allem für die Ferien, zuhause nur für gelegentliche Amazon-Einkäufe, ausserdem im itunes store und dann hatte ich da letzthin eine Paypal-Überweisung. Welches von den 3en war es?

Und das zweite: ist es nicht erstaunlich, wie schnell die Visa reagiert, wenn da mal die Karte ausserhalb des „Profils“ verwendet wird?  Dass das auch schiefgehen kann habe ich auch schon gehört: Da wird die Karte nach so einer Transaktion einfach gesperrt, wenn man nicht erreicht wird. So geschehen Kollegen, die sonst fast nie weggehen und dann in den Ferien einen grösseren Kauf gemacht haben …

Habt ihr auch schon solche Erfahrungen gemacht?

36 Antworten auf „Telefon von der Visa Card

  1. Hi Bimed,
    das klingt so, als hättest Du einen Trojaner an Bord. Nach Feierabend vielleicht mal einen vollständigen Antivirendurchlauf machen, natürlich mit aktuellster Signatur.
    Wenigstens hast Du Glück im Unglück gehabt.

    Liebe Grüße
    Stefan

    P.S.: Morgen geht es in Urlaub und zurück komme ich hoffentlich mit einem Bild für Dich.

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    1. Hmm, ich benutze einen Mac mit der aktuellen Sicherheitseinstellung und allen updates. Ich kann natürlich Viren und Trojaner nicht ganz ausschliessen, aber .. das wäre das allererste Mal seit ich gewechselt habe.

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  2. Bei mir waren sie da leider nicht so schnell. Und da ich die Karte tatsächlich im Einsatz hatte, wäre mir der Betrag von fast 1.500 Euro bei einem Online-Angebot (hat also ins Profil gepasst) beinahe durchgewitscht. Wer den Datenklau begangen hat, weiß ich nicht. Aber nach Einspruch meinerseits und nachfolgender Kartensperrung bekam ich das Geld wieder zurück.

    Seit dieser Geschichte kontrolliere ich meine VISA-Umsätze sehr zeitnah und gründlich und gehe noch sparsamer als sowieso schon mit der Karte um. Im Urlaub ist es einfach zu praktisch z.B. die Autobahngebühr in Frankreich per Kreditkarte zu bezahlen, deshalb nutze ich die Karte dann eben doch.

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    1. Ja, ich denke es ist sicher eine gute Idee, die Kreditkartenbelege immer gut anzuschauen. Gut, hast Du das Geld nicht verloren.
      Ich weiss nicht einmal um was für einen Betrag es sich gehandelt hat – habe ich einfach vergessen zu fragen, ich war so „baff“.

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  3. Hast du oder jemand anders vielleicht deine Kartendaten auf einem anderen Computer benutzt? Vielleicht um den Urlaubsflug zu buchen? Das war bei mir so, und ungefähr einen Monat später gab’s dann komische Abbuchungen… Da erlaubt man einmal einer Freundin, über seine Karte einen Flug zu buchen, und prompt macht die das von einem verseuchten Computer aus …

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  4. Ja. Ich habe mal einen Brief bekommen, in dem drin stand, dass man eine Transaktion (jemand wollte mit meiner Karte Turnschuhe in NY kaufen) eigenmächtig nicht durchgeführt hat – ich habe also erst im nachhinein davon erfahren. Aber eine neue Karte habe ich ncith bekommen, soweit ich mich erinnere *grübel*

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  5. Ich glaube kaum das es bei einer der drei Seiten Probleme mit dem Schutz der Kartendaten gibt, auch den Mac kann man als potentielles Sicherheitsloch erstmal ausschließen.
    Wenn die Karte im Ausland benutzt wurde, grade in Gebieten südlich von Europa, würde ich den Schuldigen eher dort suchen.

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    1. Aber das letztemal, dass ich sie im Ausland benutzt habe ist schon Monate her. Würden eventuelle Datendiebe nicht viel schneller reagieren?

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  6. Bei einer neuen Kreditkarte meines Vaters wurde mal eine Abbuchung getätigt, bevor er sie auch nur ein Mal eingesetzt hat.
    Vielleicht gibt es einfach auch Läden, die die Karte nur anhand der Nummer belasten – wenn dann dort ein Zahlendreher drin ist, hat man den Salat.

    Wenn ich meine Karte benutzt habe, bekomme ich zum Ende des Monats eine Rechnung, die ich mir dann anschaue. Mir persönlich ist aber noch nichts passiert.

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    1. Davon habe ich auch gehört, aber das war Anfang Juli und es betraf nur etwa 400 itunes Konten. Ausserdem wurde die Karteninfo dort zum Kauf von Apps benutzt. Und das war es nicht.

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  7. Wir waren im Urlaub in den USA und benutzten die Karte in Restaurants usw. Nach dem Urlaub bekamen wir auch einen Anruf, ob wir denn immer noch in den USA seien weil immer noch Abbuchungen stattfinden würden…

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  8. Ist meinem Vater mal passiert – das war, wenn ich mich richtig erinnere, zu einer Zeit, in der es noch kein Internet gab. Auch hier muss es wohl in einem Urlaub passiert sein – ebenfalls die Bezahlung in Restaurants. Da wurde auch ziemlich schnell reagiert – finde ich gut. Fraglich, ob und wann man das sonst bemerken würde…

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  9. Die Kreditkarten Unternehmen schaffen es auch selbst öfter mal, ihre Kundendaten zu verlieren. Ich habe dieses Jahr schon meine dritte(!) Austauschkarte in den Händen (2 mal hat Visa die Daten ‚verloren‘, und einmal gab es dann eine neue mit Chip, obwohl meine Karte schon einen Chip hatte). Deswegen ist die Haftung normalerweise ja auch auf 50 Euro beschränkt, so lange man nicht grob Fahrlässig handelt.

    Besonders unangenehm war, dass sie mir einmal die Karte gesperrt haben, ohne Bescheid zu sagen. Zum Glück hab ich noch eine KK von der Firma, für Notfälle einstecken, sonst wäre das sehr peinlich geworden (Ausland, an der Tankstelle). Auf Rückfrage bei der Bank: Ja, sowas kann schonmal passieren. Eigentlich können sie sich nie darauf verlassen, mit der Karte bezahlen zu können. Na super!

    Viele Grüße,

    Marcel

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  10. Ja, kenne das auch. Mehrfach. Innerhalb kürzester Zeit wurde ca 2.500 EUR in Einkäufen verbucht. Einmal war es in Ägypten und einmal in Schweden.

    Muß aber auch sofort geflaggt worden sein, denn die Karten wurden sofort gesperrt. Man kann dann damit noch zahlen, muß sich aber jedes Mal eine Freigabe holen. Ist gut zu wissen, wenn man grade im Urlaub ist.

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  11. Genau das gleiche ist mir vor ein paar Wochen auch passiert. Schon nach einigen Stunden hatte die Bank die Karte gesperrt und eine neue war in der Post.
    Jedoch gebe ich nie Auskunft wenn ich angerufen werde. Da kann sich ja jeder als meine Bank ausgeben. Desshalb mein Rat, immer die Bank selbst zurueckrufen. Die Kreditkarte hat ja auf der Rueckseite eine Telofonnummer fuer ihre Kunden.

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    1. Ein guter Rat – ich konnte allerdings die Nummer die anrief via Internet als eine echte Servicenummer der Visa identifizieren.

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  12. War 1990 (also noch vor Internet) in Südamerika und habe dort mehrfach mit Visa bezahlt. 1 Jahr später – die Karte lag seither ungenutzt im Schrank – wurden plötzlich über 1000.-DM Richtng USA abgebucht. Ich hab’s rechtzeitig gecheckt und storniert.

    Aber wo hatten die meine Kartennummer (damals noch mechanisch) und meine Unterschrift her???

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    1. Die Unterschrift ist doch egal. Die wird frühstens überprüft, wen es zum Einspruch kommt und nachgewiesen werden muss, dass es tatsächlich der Karteninhaber war, der unterschrieben hat. Die meisten Händler schauen da (leider) garnicht drauf. Ich hab da auch schonmal als „Dagobert Duck“ unterschrieben.

      Kreditkarten(und Scheck-)betrug war in den USA schon damals sehr verbreitet. Da gibt es auch einen guten Film – „Catch me if you can“ – dazu. Bevor es das CVC2-Merkmal gab, konnte man die Nummern auch ganz gut raten, da die nach einem bestimmten Schema erstellt wurden.

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  13. Hatte ich auch schon mit meiner Kreditkarte, da wunderte sich die Kartenfirma über eine seltsame Buchung von 5 Cents.
    Das war aber so korrekt, ich hatte mich nämlich bei einem Online-Fachbuch-Provider registriert, die zur Prüfung der Glaubwürdigkeit diese Testbuchung machen.
    (Ich fands aber gut, dass die da direkt nachhaken, wenn was seltsam ist. Zusätzlich zum Telefon kam übrigens auch noch ein Brief.)

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  14. Wir sind mal über Bangkok geflogen und am Flughafen was mit der Karte gekauft. Der Ladenbesitzer verschwand kurz mit der Karte hinten im Laden (ich konnt ihn nciht aufhalten), nach dem Urlaub hatten wir zig abbuchungen aus Bangkok, war ja klar, deswegen haben wir auch besonders genau kontrolliert, hatte sowas schon erwartet.

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  15. Ich hab mal bei einer russischen Musikseite 20$ als Guthaben mit der Visakarte bezahlt. Da haben sie auch gleich angerufen und nachgefragt. Fand ich gut, zudem es sich ja nur um einen kleinen Betrag gehandelt hat. In meinem Fall war aber alles korrekt.

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  16. Zuerst dachte ich bei dem Ti „Oh, Visa verkauft nun auch Telefone?“ *g*

    Aber @ 12.1: Ein Rückruf ist sicherer, denn die Nummer des Anrufers kann (wie z.B. auch der Absender einer Mail) gefälscht sein. Daher wurden vor einiger Zeit Mobilfunkunternehmen kritisiert, wenn sie den Mailboxabruf nur anhand der Anrufernummer identifizieren. Geändert hat sich aber zumindest bei o2 immer noch nix. Ich rufe die allgemeine o2-Mailboxnummer an und höre gleich die neuen Nachrichten. Vielleicht wurde das technisch mittlerweile anders gelöst, aber da hat ein Handynetzbetreiber wohl auch wesentlich mehr Möglichkeiten als ein Telefonhersteller, der die Anrufernummer anzeigen lassen möchte.

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    1. Ein Handynetzbetreiber „sieht“ ja, dass eine SIM sich bei ihm im Netz eingeloggt hat. Auf Grund der IMSI ordnet er erst die Rufnummer zu. Die Weiterleitung von Handymast zum Mailbox-System läuft dabei komplett über das eigene Netz ab, so dass der Handy-Provider sich eigentlich ja vertrauen kann ;-)
      Ob früher einfach nur die übermittelte Nummer überprüft wurde, das kann sein, aber technisch ist eine eindeutige Identifizierung für Mobilfunk-Provider bei netzinternen Diensten ohne Weiteres möglich.

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  17. Yo – hier auch schon passiert. Und zwar ausgerechnet dem paranoiden und sicherheitsfanatischen IT-Fachmann im Hause.
    Er hatte bei einem bekannt-seriösen Unternehmen im Netz Computerteile bestellt und deren Shopsoftware war wohl verseucht. Leider passierte das in einer Zeit, in der er die Karte recht viel für zwei- bis dreistellige Beträge nutzte. Die folgenden Abbuchungen von pay-TV Anbietern, Dienstleistern im nicht-medizinischen „Gesundheits“wesen (*räusper* ykwim) und anderen illustren Firmen fiel dem Kartenanbieter deshalb nicht auf und am Monatsende war bei uns die Überraschung groß.
    Interessantes Detail dabei ist, dass wir natürlich Anzeige erstattet hatten und den verursachenden Web-Shop-Anbieter umgehend informierten, dieser aber nicht reagierte. Monate (!) später kam von besagtem Anbieter eine lapidare Massenmail, in der die Kunden um Überprüfung ihrer Abrechnungen gebeten wurden…
    Seither gibt es bei uns keine monatlichen Abrechnungen per Post mehr, sondern zeitnahes Onlinebanking.

    Ich selbst habe übrigens keine Kreditkarte. Dafür eine winzig kleine, selbstständige Hausbank, in der mir die Mitarbeiter von Kindheit auf persönlich bekannt sind. Phishing unmöglich, wenn man per Du mit den Beratern ist… *g*

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  18. Mir wurde mal die Karte in den USA geklaut ohne daß ich es merkte. Zwei Tage nach der Rückkehr aus dem Urlaub wurde sie dann automatisch gesperrt als über 2500$ damit bezahlt waren. Ich mußte nur versichern, daß ich die Karte nicht eingesetzt hatte und bekam alles erstattet. Man muß sich allerdings doch fragen, ob so kulantes Verhalten der Abwicklungsstelle nicht auch kriminelles Verhalten der Kartenbesitzer fördert bzw. wer das alles mit seinen Gebühren bezahlen muß…

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    1. Hallo Stefan,

      das hat nichts mit Kulanz zu tun, sondern mit den Versicherungsbedingungen der Karte. Natürlich gibt es auch immer wieder mal „kriminielles Verhalten von Kartenbesitzern“, aber wenn man das öter macht, fällt das auch ziemlich schnell auf. Wie auch immer, eine Kreditkarte ist auf jeden Fall immer noch deutlich sicherer für den Besitzer als z.B. eine EC-Karte.

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  19. die frage stelle ich mir auch …. wenn die alles erstatten, nachdem man gesagt hat man habe damit gar nicht bezahlt … dann wird es wohl nicht lange dauern, bis irgendjemand anfängt, im großen stil zu bescheißen? vorallem bekommt visa das geld doch gar nicht zurück sondern legt es sozusagen aus eigener tasche raus, oder? dass es dann so einfach ist wundert mich …

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  20. ich habe mal gehört, dass wenn man in „zweifelhafte“ Länder diesbezüglich reist, soll man vorher der Visa melden, von wann bis wann man sich wo aufhält, um solche Unannehmlichkeiten auszuweichen.
    Gruss
    Peter

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  21. Das war bestimmt die Amazon VISA, oder? Die sind extra-wachsam. Bei mir wurden auch nach USA-Onlinekäufen mehrmals betrügerische Zahlungen untergeschoben, einmal sogar eine Automatenabhebung in Südafrika, wo ich noch nie war. Ich kontrolliere zum Glück immer Online, was abgebucht werden soll und konnte die Beträge jedesmal reklamieren.

    Die Vorsicht (und daß sie angerufen haben) finde ich gut. Um das versehentliche Sperren zu vermeiden, werde ich vor dem nä. Überseeurlaub anrufen und Bescheid sagen, daß ich von XX bis XY in z.B. den USA bin, dann wundern sie sich nicht über die Zahlungen.

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  22. Ich hatte eher den anderen Fall. Da denk man sich nix böses, schaut morgens auf sein Konto und paff 4000€ weniger drauf. Für eine Kreditkartenüberweisung nach KUWEIT?!?!? Wo ich sonst immer nur brav in Deutschland einkaufe… (naja mal von nem Urlaub in Australien abgesehen) Aber auch noch nie jemals nicht über 1000€ war… Und da fragen die nicht nach?… Naja zum Glück ging dann alles recht unbürokratisch und ja ich hab mein Geld auch wieder…*uff*

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