Sichtbare Schockwellen

Der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull hat uns ausser einem Chaos im Luftverkehr noch etwas beschert: nämlich interessante Bilder von einem Ausbruch:

Etwas spannendes sind die sichtbaren Schockwellen, die die Explosionen im Krater verursachen (etwa ab Sekunde 18). Sieht ziemlich heftig aus.

Flugverbot und Auswirkungen auf die Apotheke

Wer denkt, der spuckende Vulkan in Island betrifft die Apotheken nicht, der lese dies hier mal :

Flugverbot: Apotheker versorgen Transitpassagiere

Notversorgung auf dem Flughafen: Passagiere im Transitbereich des Frankfurter Flughafens, die dort wegen der Flugausfälle fest sitzen und keinen Zugriff auf im Gepäck mitgeführte Medikamente haben, werden von der dort ansässigen Apotheke mit benötigten Arzneimitteln versorgt. «Täglich haben wir seit dem Flugstopp zwischen 20 und 50 Lieferungen in den Transitbereich. Wegen fehlender Visa können die Reisenden diesen nicht verlassen», sagte Nicole Schulz, Pharmazeutisch-Kaufmännische Angestellte und Assistentin der Geschäftsführung der Flughafen-Apotheke. «Die gesamte Palette ist dabei: Antipyretika für Kinder, die plötzlich Fieber bekommen hatten, Medikamente gegen Durchfall und Erbrechen, Insuline, die zu Ende gingen, Herztabletten, die im Koffer im Flugzeug verstaut waren.»

Bei rezeptfreien Präparaten rufen die Passagiere in der Apotheke an, lassen sich beraten, und das pharmazeutisches Personal bringt das gewünschte Arzneimittel in den Transitbereich. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten ist der Medizinische Dienst involviert. Schulz: «Viele Reisende haben in den vergangenen Tagen aber auch mit ihren Ärzten zu Hause telefoniert. Diese haben uns dann die Rezepte vorab gefaxt.» Wie erfahren die Passagiere vom Apothekenservice? «Das komplette Flughafenpersonal, das im Transit-Bereich Essen und Trinken reicht, ist informiert und macht die Passagiere darauf aufmerksam», erklärt Schulz. «Die Bundespolizei weiß Bescheid, überall liegen Flyer bereit, die über den Lieferservice informieren.»

19.04.2010 l PZ/dpa


Also liebe Reisende, für das nächste Mal: die Medikation (v.a. die Dauermedikation) gehört ins Handgepäck – dann hat man sie dabei, wenn man sie braucht, sie kann nicht mit dem Gepäck verloren gehen und auch die Temperaturen sind einigermassen unter Kontrolle, was Einfluss auf die Wirksamkeit haben kann.

Übrigens: heute morgen ist der erste Flieger von der Schweiz aus gestartet – derweil machen sie aber weiter im Norden, in England wegen erneut stärkerer Aschedichte die Flughäfen wieder zu. Also im Moment bin ich froh, muss ich nicht jetzt reisen – mein Beileid an alle, die nicht anders können.

Übrigens: Nette Seite zum sehen, wo die Aschewolke ist – wo Flugzeuge fliegen (und wo sie am Boden stehen) hier: