Medikamente aus dem Supermarkt

Da will die Migros doch anscheinend Medikamente verkaufen. Nachzulesen

Na toll. Wie man sieht, sehen sie die Medikamente rein als Konsumartikel an – die offenbar keine Beratung brauchen.

Als Beispiel nennen sie Perskindol (eine Muskelsalbe), Supradyn (Multivitamine) und Aspirin.

Ausgerechnet ASPIRIN!

In meinen Augen zeigt das, dass sie wirklich keine Ahnung haben. Aspirin ist ein Medikament gegen Schmerzen und Fieber … und eines, das heute wohl Mühe hätte, durch die Tests und Studien zur Zulassung zu kommen. Zu viele Neben- und Wechselwirkungen.

Wen es interessiert, auf was man beim Aspirin-Verkauf alles achten muss, der lese hier nach:

Wer das toll findet, soll mal einen Blick nach Amerika riskieren und schauen, was für Probleme sie dort haben, eben weil sie solche Sachen auch im Supermarkt verkaufen. Viele Rückrufe von Medikamenten kommen nur daher, weil sie eben dort so missbraucht worden sind. Jedes Jahr Tausende Todesfälle wegen Wechselwirkungen mit eben diesen „harmlosen“ Medikamenten.

Aber das ist typisch für die Migros. Letztes Jahr war es der Medikamenten-Abholposten, dieses Jahr das.

Babysitter Kaufhaus

Unsere Apotheke/Drogerie liegt bei einem grösseren Kaufhaus. Jetzt ist es schon ein paar Mal vorgekommen, dass ein kleines Mädchen (in noch nicht schulpflichtigem Alter) in die Apotheke kommt und einfach herumwandert. Auf Fragen nach der Mama sagt sie nur: „Die ist zuhause.“ Anscheinend ist auch keine andere Aufsichtsperson vorhanden.

Mir kommt es so vor, als hätte Mama (oder Papa) sie zum spielen ins Kaufhaus geschickt.

Was soll das denn? Denkt die wir seien der Kinderhütedienst?

Es gibt verschiedene Gründe, warum ein Kind nicht alleine in der Apotheke/Drogerie herumlaufen sollte: Es gibt eine Menge Dinge, die man nicht in den Mund nehmen sollte – Duschmittel z.B.(auch wenn die ganz giftigen Dinge nicht im Griffbereich liegen sollten); Es gibt eine Menge Dinge, die ziemlich teuer kommen, wenn sie kaputtgehen (Parfums zum Beispiel) Und grundsätzlich kann nicht ständig eine der Angestellten daneben stehen.

Darum hat nach dem 2. Besuch meine Kollegin zum Mädchen gesagt: „Wenn Du hier bleiben willst, dann kannst Du dir im Kinderbereich ein paar Bücher anschauen, aber es geht nicht, dass Du herumläufst und alles in die Hand nimmst.“

Das Mädchen hat sich dann wirklich ein paar Minuten die Bücher angeschaut … bevor es aufgestanden ist und die Bade-gelfiguren herausgerissen hat. Daraufhin hat meine Kollegin sie ruhig aber bestimmt aus dem Laden geschickt.

Als ich das gehört habe, sagte ich zu ihr: „Du hättest Ihr einen Zettel mitgeben sollen, auf dem steht: ‚für Kinderbetreuung 1 Stunde soundsoviel Franken’. „

Ich möchte noch betonen, dass -erstens weder meine Kollegin noch ich etwas gegen Kinder haben (ich hab ja selbst eins), und dass zweitens Kinder in Not bei uns immer einen sicheren Hafen haben werden (wir lassen auch die Eltern ausrufen oder finden jemanden, der sie nach Hause begleitet),

Aber wir sind nicht hier um auf die Kinder aufzupassen, weil die Eltern dazu keine Lust oder keine Zeit haben!

Was meint Ihr dazu?