Fünf-Finger-Rabatt oder: Ladendiebstahl!

Was ist da im Moment los? Bei uns wird geklaut (oder zumindest versucht zu klauen) wie nie. Das Problem haben wir schon länger, dass vor allem die Männerparfüms praktisch alleine davonlaufen. Wir haben so in drei Monaten fast 1000 Franken verloren – was wir an einer Zwischen-Inventar bemerken mussten. Die Lücken waren da auch von Auge nicht mehr zu übersehen.

Als erste Gegenmassnahme haben wir nun praktisch nur noch Leerpackungen und Tester dort stehen. Das hat halt den Nachteil, dass man bei Interesse erst den Inhalt heraussuchen muss (vom Lager hinten) und wieder schön verpacken. Mehr „wir haben Videoüberwachung“-Schilder sollen wir nicht aufstellen, da das optisch nicht passt. Und für eine komplette elektronische Warensicherungsanlage ist der Verlust (noch) nicht gross genug.

Dafür habe ich von der Kantonspolizei Abteilung Prävention jemanden ins Haus geholt für eine interne Mitarbeiterschulung zum Thema Ladendiebstahl. Das hat zumindest in dem Sinn geholfen, dass wir alle jetzt einiges aufmerksamer sind. Und das hat schon Resultate gezeigt.

Allein im letzten Monat hatten wir diverse versuchte Diebstähle – von denen ich zumindest jetzt weiss.

Da wäre der Herr mit Ziegenbart und Langhaarfrisur, der reinspaziert, begrüsst wird, meldet, er wolle sich rasch umschauen und dann hinter der Gondel (das sind diese freistehenden Regale) abtaucht. Da hinten lässt er (ausser Sicht des immer noch in der Nähe stehenden Personals) „versehentlich“ zwei Kondompackungen fallen, von denen er eine wieder zurückstellt – und die zweite unauffällig einsteckt. Danach verlässt er das Geschäft auf direktem Weg wieder. Echt jetzt? Kondome? Der hatte es wohl nötig.

Oder der Herr abends im Adidas-Trainer mit Sporttasche. Nachdem wir eine Lücke im Regal mit den Parfüms entdeckt haben, ging ich die Videoüberwachung tageweise durch bis zu dem Tag, wo die Flasche noch da war. Dann langsam bis zu dem Moment wo er hereinkommt, angesprochen wird von Donna und nach etwas fragt (Zahnbürste oder so) und beim kleine Runde drehen durch den Laden hinter dem Rücken von Donna die Flasche mit geschickter Bewegung in der oben offenen Tasche verschwinden lässt. Auf dem Überwachungs-Video schön zu sehen, wie er vorher „peilt“ ob auch grad niemand direkt in seine Richtung schaut. Das Bild von ihm habe ich ausgedruckt und aufgehängt, denn so „sicher“ wie der vorging, hat er das nicht zum ersten Mal gemacht.

Danach haben wir Leerpackungen aufgestellt und … ja, der Herr kam wieder, wieder abends. Leider waren grad alle am bedienen, so dass wir ihn nicht persönlich dabei ertappen konnten, aber seine Überraschung, als er wieder eine Packung in der Tasche verschwinden lassen will und da einfach nichts drin ist, und er sie darum fast fallen lässt und dann wieder zurückstellt war zu schön zu sehen. Noch schöner, dass Sabine ihn wohl erkannt hat und ihm dann im Abstand von 1 Meter bis zur Türe folgt. Der kommt wahrscheinlich nicht so schnell wieder.

Vielleicht aber doch. Die Leute sind frech. Da war der Herr (im Anzug notabene), der bei Lehrling Minnie nach Nadeln fragte und als sie die nach hinten holen ging, hat er sich auch bei den Männerparfüms bedient. Er hat eine noch volle (eingeschweisste) Schachtel erwischt und will sie sich gerade oben in den Kragen stecken, als Urs dazukommt und ihn in flagranti ertappt. Auf Urs’ lautstarken Protest, dass er die Packung grad wieder hinstellen soll und aus der Apotheke verschwinden, fängt der Kerl noch an zu diskutieren, dass er das ganz sicher nicht klauen wollte – er wollte sich nur parfümieren. Klar, mit einer ungeöffneten Packung (deutlich kein Tester). Urs hat ihn dann rausgeworfen und mit der Polizei gedroht. Das hat ihm wohl wenig Eindruck gemacht, denn ein paar Tage später war er bei mir da. Diesmal hatten wir den Laden voll, so dass ich, als mich Sabine auf ihn aufmerksam machte (er war total anders angezogen, diesmal in Winterjacke und Rollkragenpullober aber er hat wieder nach Nadeln gefragt), meine Kundin praktisch stehen lassen musste um mich um ihn zu kümmern. Zusammen mit Sabine haben wir ihn in den Beratungsraum gebeten und ihm gesagt, er soll seine Taschen bitte leeren, da wir vermuten, dass er etwas eingesteckt hat. Nun, die Taschen waren leer, aber als ich ihn gebeten habe, noch einen Moment zu bleiben, da ich gerne einen Blick auf die Aufnahmen der Überwachungskamera werfen wolle, hat er wieder angefangen auszurufen: „Saftladen hier, komme nie mehr!“ bevor er geflüchtet ist. Die Aufnahmen sind nicht ganz deutlich, aber er hat es zumindest wieder versucht: er ging diverse Packungen durch, die er (da leer) wieder zurückstellt, einmal fasst er sich allerdings an den Kragen, so dass er oben etwas hineingesteckt haben könnte. Wenn, war es diesmal ein Tester, da sonst nichts fehlt. Allerdings konnte ich das schlecht kontrollieren, es sei denn er hätte Striptease gemacht / seine Jacke und Pullover ausgezogen … Nun, wollen wir hoffen, dass er seine „Drohung“ wahrmacht, ansonsten gebe ich ihm nämlich Ladenverbot.

Manchmal sind es sogar Stammkunden. Der Mann letzten Freitag zum Beispiel, der neben seinem Einkauf noch darauf hingewiesen werden musste, dass er auch noch ein Fläschchen ätherisches Öl von uns in seiner Jackentasche hat, das er noch bezahlen sollte, bevor er den Laden verlässt. Der hat die Kartonpackung vorher schon abgenommen, unauffällig entsorgt und es dann eingesteckt. War natürlich trotzdem „keinerlei Absicht“ und er hat das einfach „vergessen“ … Hmmhmm. Ratet mal, wer die nächsten Einkäufe einen persönlichen Begleiter haben wird – die ganze Zeit im Laden?

Aber es sind nicht immer nur die Männer. Gut in Erinnerung ist mir noch die elegante Frau, die Donna aufgehalten hat, als sie mit einer reichlich teuren Reinigunsglösung einer grossen Kosmetikmarke das Geschäft verlassen wollte. Vorher hat sie Donna mit ein, zwei Fragen beschäftigt, ein Muster verlangt und dabei von hinten im Regal das Produkt genommen (damit keine sichtbare Lücke bleibt). Das hat sie dann sorgfältig in ein Magazin, das sie übrigens auch von uns hat (so wie in Deutschland die Apothekenumschau aufliegend) eingewickelt und unter den Arm gesteckt. Von Donna darauf angesprochen, ob sie das nicht etwa noch zahlen will, hat sie auch erst überrascht getan, dass sie ganz vergessen habe  … und dann gemeint, sie habe nicht genug Geld dabei. Ausweis übrigens auch nicht. Nach kurzer Diskussion hat Donna dann von ihr das gesamte Geld im Portemonnaie verlangt (50 Franken) und das Produkt dabehalten. Sie könne dann noch den Rest bezahlen kommen, alternativ wäre auch das Einschalten der Polizei eine Möglichkeit. Die Frau kam dann später mit dem Rest des Geldes. Seither haben wir sie nicht mehr gesehen …

GRTB-Infographic

Gut ist, dass es inzwischen reicht, die Ware zu verstecken und an der Kasse vorbei in Richtung Ausgang zu gehen – ich muss nicht mehr wie früher „warten“ bis der Nicht-Kunde das Geschäft mit der Ware verlassen hat, damit der Tatbestand des „Diebstahls“ erfüllt ist. Trotzdem ist es für uns paar in der Apotheke immer noch mühsam so einen Dieb nach Versuch oder Tat zu stellen. Eigentlich sollte man das immer zu zweit machen und falls er/sie die Taschen nicht zeigen will oder den Ausweis muss man die Polizei holen und ein Ladenverbot aussprechen / ausstellen. In der Praxis ist es oft schwer, das zu zweit zu unternehmen (so viele sind wir nicht) und die verdächtigen Leute verschwinden gerne schnell, noch bevor man zu „Taschenkontrolle“ oder „Ausweis“ gekommen ist. Bei der Prävention sind wir da erfolgreicher. Naja, relativ, wie man sieht.

Ist das bei Euch auch so schlimm? Bekommt man das überhaupt mit, wenn man nicht selber im Verkauf arbeitet?

Am Rande(nsaft)

Am Ende eines laaangen Arbeitstages hatte ich noch diese Kundin:

Kundin (eine Frau jüngeren Alters): „Ich hätte da noch eine Frage. – Was ist in Rote Beete Saft drin?“

Bimed: „Äh … Rote Beete?“

Kundin: „Ja – was ist das und wofür?“

Bimed: „Das ist ein Gemüse … ich nehme an, das pressen sie für Saft einfach aus?“

Kundin: „Ah. Und was ist da drin?“

Bimed: „In Rote Beete?“

Kundin: „Ja – ist da viel Vitamin D drin oder Eisen?“

Bimed: „Ah, das muss ich nachschauen gehen.“

Ehrlich – keine Ahnung. Für sowas gibt es google und Co.

Also komme ich mit dem Ausdruck aus dem Internet zurück, worauf steht, was da so durchschnittlich enthalten ist.

Bimed: „Also: Rote Beete – und dementsprechend der Saft daraus enthält relativ viel Kalium und Eisen, dazu B-Vitamine und Folsäure und Flavonoide (das ist das, was die Beete rot macht) – aber Null Vitamin D.“

Kundin: „Kein Vitamin D?“

Bimed: „Nein. Weshalb fragen Sie denn?“

Kundin: „Nun, meine Freundin hat mir das empfohlen. Wissen Sie, ich bin immer so müde. Gibt es da nichts, das ich nehmen könnte?“

Bimed: „Nun, es kommt darauf an, weshalb sie müde sind. Möglich ist das schon wegen Vitamin D- oder Eisenmangel. Ernähren Sie sich denn ausgewogen?“

Sie wedelt mit der Hand ab.

Bimed: „Nun, Vitamin D können Sie versuchen zu nehmen. Das ist allgemein gut – ob das Eisen niedrig ist, dafür würde sich vielleicht ein Bluttest beim Arzt lohnen, wenn das damit nicht besser wird.“

Kundin: „Aber Randensaft hat kein Vitamin D drin?“

Bimed: „Nein, aber ich habe Tropfen mit Vitamin D, die Sie nehmen könnten …“

Kundin: „Weshalb empfiehlt mir meine Freundin dann Rote Beete-saft?“

Bimed: „Keine Ahnung.“

Kundin: „Aber Sie haben das?“

Bimed: „Ja – hier.“ (Zeige ihr die Flasche von Biotta)

Kundin: „Da steht drauf Randensaft.“

Bimed: „Das ist Rote Beete.“

Kundin: „Ah. Haben sie denn noch irgend einen anderen Saft, den ich nehmen könnte?“

Wohlgemerkt, wir stehen vor dem Regal mit allen Biotta Säften

Bimed: „Ja – all das hier. Bei Müdigkeit wäre vielleicht der Vita 7 etwas für Sie oder auch Powerberry? Das hat diverse Vitamine und Mineralstoffe, aber auch kein Vitamin D – das ist ein fettlösliches Vitamin, das ist eher nicht in Frucht- und Gemüsesäften.“

Kundin: „Hmm … ich nehme den Rote Beete Saft. Sie sind sicher, dass das Randensaft ist?“

Bimed: „Ziemlich.“

Sie kauft ihn dann.

Die Empfehlung der Freundlin steht offensichtlich höher als die der Apothekerin, aber das kennen wir ja schon.

Genug für heute!

Wie die Zeit vergeht …

ticktack

Medikamente kann man nicht retournieren in die Apotheke, wenn sie einmal draussen gewesen sind ist auch unsicher, wie sie in der Zwischenzeit aufbewahrt wurden, die kann ich dann häufig nicht mehr weiter brauchen sondern nur noch entsorgen. Bei Kosmetikprodukten sieht es etwas anders aus. Die grossen Firmen mit den wohltönenden Frauennamen nehmen noch Retouren – verlangen aber bei Kundenretouren zum Beispiel wegen Allergie oder derartigem inzwischen ein ganzes A4 Formular mit allen möglichen Angaben zu Kunde und Produkt und Problem, ansonsten bekommt man als Drogerie/Parfümerie/Apotheke auch dafür gar nichts mehr.

Wir sind trotzdem sehr grosszügig, was so Kosmetik- und Körperpflege-Produkte angeht, aber … das hier war dann doch ein bisschen zuviel:

Im späten Abendverkauf kommt einer unserer Stammkunden herein; Herr Tid. Inzwischen bin ich mit Donna alleine, aber da er sowieso meist ein medizinisches Problem hat, respektive mit Rezepten vorbeikommt, nehme ich ihn.

Mit dabei hat er einen grossen Papiersack, den er neben sich auf die Theke stellt und mir folgendes erzählt:

Herr Tid: „Letzten oder vielleicht auch vorletzten Sommer habe ich dies hier gekauft …“

er zieht eine Packung Veet Easyspray aus der Tüte.

„Und die sprühen nicht richtig, sie sind defekt … kann man da irgendetwas machen? Die sind noch ungebraucht, die meisten.“

Bimed: „Hmm … Mal sehen …“

Letzten oder vorletzten Sommer ist doch etwas her – aber wenn sie defekt sind … vielleicht kann ich schauen an was es liegt (gelegentlich ist die Düse nur verstopft und lässt sich mit warmem Wasser wieder zum sprühen bewegen, oder sonst muss ich bei der Firma anfragen, vielleicht sind die auch nach der Zeit kulant und tauschen das aus, da defekt …

Ich schaue den Spray an und was mir zuerst auffällt ist, dass der deutlich gebraucht wurde: Produktspuren um die Düse.

Bimed: „Okay, der hier ist ja gebraucht, vielleicht kann ich mit etwas …“

Er zieht mir den Spray aus der Hand, greift in den Sack und zieht 2 ungebrauchte (oberer Teil auch noch eingepackt in Folie) heraus.

Herr Tid: „Die sind noch alle ungebraucht! Ich habe noch mehr im Auto.“

Das stimmt, so wie sie aussehen. Nur … als ich sie umdrehe, fällt mein Blick auf das Verfalldatum. Wir haben Mitte 2017. Der eine Spray ist Ende 2016 abgelaufen, der andere 2015.

Bimed: „Oh, die haben sie von uns? Die sind beide abgelaufen, da kann es gut sein, dass die nicht mehr so gut sprühen wollen.“

Ich meine … ich will ihm nichts unterstellen, es kann vorkommen, dass wir Produkte mit knappem Verfall auch an Lager haben. Andererseits … irgendwie kommen mir die Sprays nicht sehr bekannt vor.

Ich lese den Strichcode im Warensystem ein.

Es kommt gar nichts.

Seltsam.

Ich tippe es von Hand ein.

Veet Easyirgendwas kommt, aber kein Spray.

Ich suche schrittweise, da ich weiss, das unser System Produkte, die ausser Handel sind aus der direkten Ansicht löscht. Und finde …

Bimed: „Oh. Ja. Die sind tatsächlich ausser Handel. Sie werden nicht mehr hergestellt seit … 2010.“

Er steht jetzt etwas peinlich berührt da, aber bei mir siegt die Neugier und ich schaue noch, wann die bestellt wurden.

„Und bestellt wurden 10 davon im Sommer 2009.“

Kleine Pause.

„Ja, das ist doch etwas zu lange her. Sie sind abgelaufen und werden auch nicht mehr hergestellt, die tauscht mir auch die Firma sicher nicht mehr um.“

Herr Tid: „Dann kann ich sie nicht zurückgeben?“

Bimed: „Doch. Ich werfe sie für Sie weg, wenn Sie möchten. Umtauschen geht da leider nicht, auch wenn sie nicht verwendet wurden.“

Er packt seine Sprays wieder ein, verabschiedet sich und geht mit seinem Sack voller abgelaufener, wahrscheinlich nicht mehr funktionierender Haarentfernungssprays.

Donna arbeitet derweil im Kosmetikbereich weiter. Ich gehe zu ihr und frage sie, ob sie das mitbekommen hat. Hat sie gar nicht, also erzähle ich es ihr. Erstaunlicherweise erinnert sie sich: „Das war der eine Sommer, in dem er so viel gekauft hat. Das ist schon 8 Jahre her? Ui.“

Ja, wie die Zeit vergeht…

von farbigen Tierchen

Manchmal staune ich ja, was es so alles gibt …. manchmal aber nicht aus „das hat schon immer gefehlt!“- Gründen. In meinen Augen definitiv keine Marktlücke ist dieses Produkt (Sorry):

lausdetektor

Das macht genau (und nur) das, was drauf steht: 100% gefärbte Nissen in 2 Minuten

Das macht die Läuse oder deren Eier nicht kaputt, es färbt nur die Eier der Läuse an den Haaren rot. Läuse und Eier (ob voll oder leer) sind auch danach noch da. Die Idee ist, dass man die jetzt bunten Nissen besser sieht und dann wohl besser entfernen kann.

Wer in der Familie schon einmal Läuse hatte, weiss vielleicht, dass der empfohlene Nachweis dafür so funktioniert: Haare feucht machen (ev. mit Conditioner behandeln) und mit einem Läusekamm durchkämmen. Nasse Läuse bewegen sich nicht mehr und bleiben im Conditioner hängen, mit dem Auskämmen kann man sie einerseits sehen (sonst sind sie sehr flink und ausserdem farblich den Haaren angepasst: blonde Kinder haben auch „blonde“ Läuse) und andererseits gleich entfernen. Wenn man auch nur eine Laus so auf dem Kopf findet, muss man eine richtige Lausbehandlung durchführen. Am besten testet man gleich die Familienmitglieder dann auch und behandelt betroffene gleichzeitig mit.

Weil man die Nissen nur sehr schwer entfernen kann – die kleben gut an den Haaren – und die Nissen sehr robust sind gegen Lausmittel, könnten nach ca. 10 Tagen daraus neue Läuse schlüpfen. Deshalb ist es wichtig, dass man nach der Zeit eine zweite Lausbehandlung durchführt. Danach ist es mit dem Spuk meist vorbei. Die Lausbehandlung heute sind vor allem Mittel, die die Läuse mit einer Schicht öligen Lösung „ersticken“, aber keine Insektizide mehr, deshalb ist das gesundheitlich unproblematisch und geht auch inzwischen sehr schnell: 15 Minuten drauf lassen reicht bei den neuen.

Das Mittel oben ersetzt keine Lausbehandlung (die erste und die zweite nicht). Ich sehe den Einsatz auf die Mütter beschränkt, die gerne den Kindern durchs Haar gusseln und sicher sein wollen, dass auch wirklich keine „Reste“ zurück bleiben … und falls doch, leuchten die Punkte hübsch rot :-).

Die Läuse werden übrigens nicht angefärbt. Schade. Das wäre es doch gewesen: Jagd auf knallrote kleine Tierchen im Haar machen. So könnte man die Läuse nämlich auch entfernen: gründlichst mehrere Tage hintereinander das feuchte Haar durchkämmen und sie rausnehmen.

Schlechte Lagerhaltung?

Kunde, der ein spezielles Produkt will:

„Warum haben sie das nicht an Lager? Ich habe es vor 3 Jahren hier gekauft!“

Letztens hatte ich noch einen besseren Fall: Und dieses Produkt musste ich fotografisch festhalten. Das war eine Extrabestellung, nachdem der Kunde sich sehr darüber erregt hat, dass wir ein derart klassisches und bekanntes Produkt nicht an Lager haben. Geht ja gar nicht! :

haarblut

Nun, ein „Klassiker“ ist das ziemlich sicher. Dem Design nach könnte es das Mittel seit Anfang letzten Jahrhunderts geben. Heute gehört das aber auch eher nicht zu den Sachen, die wir an Lager halten. Das erste Mal in 15 Jahren ist irgendwie zu wenig Nachfrage.

Immerhin können wir das noch bestellen – und das wie anderes ziemlich rasch. Und wir machen das auch – im Gegensatz zum Kaufhaus.

Zeug für die Zähne

Kundenwunsch: „Haben sie das Zeug um die Zähne einzukleben?“

Interessant, wenn der Kunde dann NICHT die Haftcreme meint, sondern wirklich Zahnkleber oder so, wenn ein Zahn ausgefallen ist.

Ummm … mir ist nicht bekannt, dass es das hier gibt. Vielleicht mal den Zahnarzt fragen?

Und überhaupt: Zahn ausgefallen? Einfach so? Das ist mir nur aus Alpträumen bekannt …