Verstehen Sie?

Wir haben von einer anderen Apotheke ein älteres Pärchen übernommen, bei denen die Frau eine Menge Medikamente nehmen muss. Mit 5 Einnahmezeitpunkten (nüchtern, mit dem Morgenessen, am Mittag, Abends und vor dem Schlafen) war ein Dosett unpraktikabel, weshalb sie die Medikamente jetzt in Blisterpackungen bekommt.

Wer das nicht kennt: das sieht so aus und ist bereits in Alters- und Pflegeheimen eine gängige Methode die Medikamente vorbereitet zu haben:

Der Name ist etwas irreführend. Als Blister werden auch die Innenpackungen aus Alu oder Plastik bei Tablettenpackungen bezeichnet. Man sieht, wie gut das angeschrieben ist: Einnahmezeitpunkt, Medikament, Beschreibung, Verfalldatum – alles im handlichen dünnen Plastikbeutel (gibt angeblich pro Jahr nicht mehr Abfall als eine Petflasche Plastik). Und das ist sicher – besser kontrolliert und sauberer als die Dosette, die wir wegen der verschärften Vorschriften wohl nicht mehr ewig anbieten können.

Das klappte so ziemlich gut – nach einigen Erklärungen allerdings. Beide Partner sind … meine Mutter würde sagen „nid Schuld, dass s’Pulver chlöpft“ … oder wie meine Kollegin in der Apotheke das lapidar ausdrückte: wirklich nicht sehr intelligent.

Jetzt wurde die Medikation nach einem Spitalaufenthalt umgestellt. Es kamen Kapseln dazu, die wir als Rezeptur selber herstellen mussten und die man nicht in die Blister einfüllen lassen kann.

Wir haben alles getan, was uns einfiel um sicherzugehen, dass sie die Kapseln richtig nimmt. Wir mussten allerdings ihren Mann instruieren, da sie selber am Sonntag aus dem Spital nach Hause kam.

Das haben wir getan:

  • Die Blister nach dem neuem Rezept füllen lassen.
  • Die Kapseln hergestellt, in einer Dose angeschrieben, wann man die nehmen muss
  • eine zusätzliche Etikette auf die Dose geklebt mit derselben Info (ich war der Meinung, das steht zu klein drauf)
  • Auf die Blister mit wasserfestem Filzstift zusätzlich geschrieben, wann die Kapseln zu nehmen sind (in dem Fall: abends)
  • Einen Medikamentenplan für sie erstellt mit den selben Einnahmezeitpunkten und allen Medikamenten drauf
  • Bei der Abgabe an den Mann alles gezeigt und gründlich erklärt (durch die Apothekerin selber)
  • gesagt, sie sollen unbedingt vorbeikommen oder anrufen, wenn sie nicht sicher sind, wie nehmen oder sonst eine Frage haben

Ich habe dann sogar den Sonntag morgen entfernt, damit sie nicht zusätzlich verwirrt werden, nachdem ich gehört habe, dass sie am Sonntag morgen die Medikamente im Spital noch bekommt und erst am Mittag nach Hause kommt.

Trotzdem … hatte ich ein schlechtes Gefühl dabei.

Ein paar Tage später kommen die beiden vorbei um die neuen Blister für die nächste Woche zu holen. Und im Dispenser ist praktisch noch die gesamte Woche. So wie’s aussieht, hat sie Sonntag mittag und Montag morgen genommen – und danach?

„Was ist passiert? Weshalb haben Sie die Medikamente nicht genommen?“ frage ich sie mit dem Rest der Blister in der Hand.

Verwirrter Blick: „Aber ich habe die Medikamente doch genommen?“

Ich zeige ihr, dass offensichtlich nicht.

„Ich habe die Kapseln doch genommen.“

„Ja – und den ganzen Rest gar nicht?“

„Das weiss ich jetzt gar nicht …“

Also … uh. Selbes Procedere noch einmal wie oben.

  • Noch einmal erklären.
  • Zurück erklären lassen. (Da steht wirklich auf den Blistern jeweils drauf: Tag, Zeitpunkt der Einnahme und die Medikamente, die sich in dem Blister befinden).
  • die Blister von der letzten Woche, die noch von heute und morgen sind (vor dem Wechsel) vornedran hängen, damit das stimmt und jetzt hoffentlich genommen wird.
  • dringend raten beim Hausarzt vorbeizuschauen mit dem neuen Medikamentenplan

Klappt das jetzt? Besser ich informiere den Hausarzt auch noch selber.

Wo ich gaanz tief durchatmen musste währenddem, war die Bemerkung des Mannes, als ich die nicht genommenen Blisterpackungen der Woche auf die Seite gelegt habe:

„Das bezahlen wir jetzt aber nicht, die Medikamente, die haben wir ja nicht gebraucht.“

Doch, die hätten sie gebraucht. Aber kein Problem, das fällt alles unter die Pauschale.

(Bei ihnen denke ich echt, die 21 Franken sind zu wenig für den Aufwand – der jetzt hoffentlich reicht, damit sie das korrekt nehmen).

VITUP – Vitamine persönlich und verblistert

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Ihr kennt das: es kann ein Problem sein, wenn man regelmässig verschiedene Tabletten (oder Kapseln etc.) nehmen muss. Es ist auch durchaus nicht so, dass man die alle zur gleichen Tageszeit nehmen muss. Die einen Morgens, die anderen Mittags, abends oder gar vor dem Schlafen. Gut, wer da die Übersicht behält. Hilfsmittel … helfen. Dosette zum Beispiel, da gibt es auch welche, wo man die Tagesdosen einzeln mitnehmen kann.
Aber wie macht ihr das mit den Vitaminen und Mineralstoffen und Spurenelementen?
Man weiss ja heute, dass es gar nicht gut sein kann, unkontrolliert und vor allem in hohen Dosen diese Stoffe einzunehmen – und das, obwohl sie eigentlich lebenswichtig und essentiell für eine Vielzahl Prozesse in unserem Körper sind. Gewissen Untersuchungen nach ist zudem in unseren Nahrungsmitteln immer weniger davon drin – von den hochgradig prozessierten Fertigprodukten und vom Fast Food will ich gar nicht anfangen.
Das stellt einen gesundheitsbewussten Menschen heute vor diverse Probleme:
Wenn es besser ist gezielt für verschiedene Problembereiche die Vitalstoffe einzunehmen, als ungezielt und breit gestreut und vielleicht auch zu hoch dosiert welche zu sich zu nehmen – Welche sind das?
Diese Vitalstoffe gibt aber häufig nur in Kombinationen mit einer (unnötigen) Vielzahl anderer. Das ist unnötig und nicht wirklich optimal.
Und wenn man die Vitalstoffe einzeln erwirbt, hat man dann diverse Packungen, von denen man am besten die einen am morgen, die anderen besser mittags oder gar abends nehmen sollte – das ist kompliziert und unpraktisch zum mitnehmen.

Aber dafür gibt es neu eine Lösung auf dem Schweizer Markt:

Die VITUP Vitalbox
Sie wird auf die persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten zusammengestellt – anhand eines einfachen . Alter, Geschlecht, Lebensumstände, Aktivität, spezifische Problematiken wie Hautprobleme, Schlafprobleme, erhöhter Bedarf von Sportlern, Ernährungsstand … all das wird erhoben und anhand von den Resultaten die Vitalstoffe ausgesucht.
Diese Vitalstoffe sind alles Nahrungsergänzungsmittel und als solche bei der empfohlenen täglichen Einnahme problemlos.
Und der Clou an der Box: die Vitalstoffe (Tabletten und Kapseln und Ölkapseln) werden fertig verblistert für die richtigen Einnahmezeitpunkte geliefert. So hat man alles zusammen und in einer Form, die sich auch sehr einfach mitnehmen lässt – zum Beispiel zur Arbeit oder in den Ausgang. Damit lässt man keine Dosis mehr aus.

So sieht die Box aus:

Vitup_Box

Die Firma weiss, womit sie handelt: sie arbeiten mit Apotheken und Drogerien zusammen, die Auswahl wurde von Gesundheitsfachpersonen gemacht und nur hochwertige Produkte ausgesucht. Die Verblisterung findet in der Schweiz statt – übrigens in der schweizweit einzigen Firma, die im Reinraum professionell verblistert: siehe hier:

Zusätzlich, dass ich über die Box berichten darf, darf ich noch eine 4 Wochen-Boxen verlosen. Sie wird dem Gewinner gratis zugeschickt – der Inhalt bestimmt er/sie selber mit dem Fragebogen.
Interessenten hinterlassen hier unter dem Post einen Kommentar, dass sie gerne eine Box gewinnen möchten, am 15. November lose ich den Gewinner aus und benachrichtige ihn per mail (bitte korrekte Mailadresse angeben).

Wer kein Glück hat bei der Verlosung hat, kann sich auf trotzdem selber eine Box zusammenstellen und bekommt sie mit diesem PROMOCODE CHF 5.- günstiger: VITAL2017  (gültig bis 30. November).

Pharmazeutische Quilts

Danke an Ingrid, die dies entdeckt und mir geschickt hat – und ich habe noch nicht einmal geantwortet … tut mir leid! Dafür kommt das hier:

ich war in der letzten Woche in Ste. Marie-aux-Mines in Frankreich zur alljährlichen Europäischen Quiltausstellung.  Dort gab es 2 Objekte, bei denen die  Apothekeraugen genauer hinsehen mussten. Bei Fathers Helper war alles Mögliche an Blistern vertreten, bei dem Gewichtheber waren alle Blister gleich, ich konnte aber nicht sehen, um welches Präparat es sich handelte.
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Auf dem Schild steht: „Fathers little helper“ von Gudrun Heinz und Sarah Schultz
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Und das ist „Männer“ von denselben. (Die scheinen eine ergibige Quelle für die Blister zu haben … was das wohl ist?)

Da fehlt eine Tablette!

Reklamation der Kundin mit Utrogestan: „Die letzte Packung war defekt. Da hat es nicht alle Tabletten drin. Das ist jetzt schon das zweite Mal, dass das passiert ist. Das sollten Sie der Firma melden!“

Das hatte ich schon einmal, dass ein Kunde dachte das sei so … und es ist auch diesmal wieder das Problem. Wenigstens war sie einiges ruhiger.

Bimed: „Das muss so sein. Da ist in einem Abteil absichtlich keine Tablette drin. Trotzdem sollte die Packung die richtige Anzahl Tabletten enthalten.“

Ich nehme eine neue Packung Utrogestan aus der Schublade.

Darauf steht 15 Tabletten Darin sind 2 Blister mit je 8 „Löchern“ einer ist ganz gefüllt und beim anderen ist ein Loch nicht ausgefüllt, also 7.

8+7 = ?

Ja, 15. Also stimmt es.

Aber ich muss der Kundin recht geben. Das sieht seltsam aus.

Beschiss am Patient!

Mogelpackung! Die Firma bescheisst die Patienten! Da ist nicht so viel drin, wie sein sollte! Absolute Frechheit! Die verkaufen uns für blöd!!

Dies und mehr durfte ich mir letzthin von einem sehr erbosten Kunden anhören.

Was war das Problem?

Das hier:

Wie man sehen kann, hat diese Blisterpackung 10 „Fächlein“. 7 davon sind belegt (die höheren), 3 nicht.

Die 28er Packung, die der Patient verschrieben bekommen hat enthält 4 dieser Blister. 4 x 7 = 28. Der Patient hat also genau das bekommen, was auf der Packung drauf stand … und das versuchte ich ihm zu erklären. Nur … er wollte partout nichts davon hören.

Er wurde erst dann ruhiger, als ich ihm versprach, bei der Firma wegen der Verschwendung zu reklamieren.

Warum macht die Firma das überhaupt so? wäre es nicht besser 7er Blister zu nehmen, statt 10er und dann 3 wegzulassen?

Antwort von Mr. Gaunt aus einem der Kommentare hier im Blog:

Man Standardisiert das Blisterformat, um weniger umzubauen. Eine Stanze umzubauen kostet deutlich mehr Zeit als nur die Tiefziehform für die Näpfe. Dann werden gerade Blister mit kleinen Tabletten deutlich grösser, denn für ein anderes grösseres Medikament muss ja auch Platz sein.

… oder für Packungen, die es zu 30 Stück gibt … dann füllen sie einfach alle.