Durchgängig

Aus einer englischen Apotheke (aber das hätte auch bei uns vorkommen können):

Frau in der Apotheke: „Ich brauche mehr von diesen Ohrentropfen die ich auf Rezept bekommen habe.“

Apotheker: „Eigentlich sollte die Packung für die ganze Behandlung reichen. Zeigen sie mir mal, wie sie sie anwenden.“

Die Frau demonstriert es und gibt dabei die doppelte Dosis in ihr rechtes Ohr.

Apotheker: „Halt. Das reicht. Darum ist sie ihnen schon ausgegangen. Sie nehmen die doppelte Dosis in einem Ohr und ich bin sicher, dass sie das auch mit dem anderen Ohr machen.“

Frau: „Nein, das brauche ich nicht, das läuft doch zur anderen Seite durch.“

(offenbar tut es das)

Anwendungsfragen

Hier ein paar Fragen, die wir zur Anwendung von verschiedenen Medikamenten schon hatten:

„Wirkt die Tablette auch, wenn ich schlafe?“

– Ja.

„Ich habe gerade ein Zäpfchen genommen – kann ich trotzdem schwimmen gehen?“

– Ja.

„Woher weiss die Schmerztablette denn, wo sie hinmuss im Körper?“

– Das weiss sie nicht, der Wirkstoff verteilt sich im ganzen Körper,

Auf der Etikette: ‚Tragen sie die Salbe 3 x täglich sparsam auf die betroffenen Hautzonen auf.‘

„Macht es einen Unterschied, ob ich das auf leeren oder vollen Magen mache?“

– Nein.

„Ich nehme diese neuen (Blutdruck-) Tabletten seit etwa 3 Wochen. Jetzt habe ich die Periode bekommen – muss ich jetzt damit aufhören?“

– Nein.

Auch wenn wir diese Fragen gelegentlich amüsant finden, ist es uns doch lieber man fragt und macht es dann richtig, als dass man einfach etwas macht.

Halbwissen

Frau in der Apotheke: „Der Körper macht die Schilddrüsenhormone im Hals und sie gehen darum direkt in den Magen, nicht ins Blut … dementsprechend sollte es egal sein, wann ich meine Eltroxin nehme, denn die schlucke ich ja auch!“

….

Also manchmal weiss ich gar nicht, wo ich anfangen soll. Das hier ist so ein typisches Beispiel.

Ja, die Schilddrüse befindet sich im Hals, allerdings hat sie keinen direkten Abfluss in den Magen oder die Speiseröhre, sondern gibt die Hormone ins Blut ab. Und es ist nicht egal wann man das Eltroxin nimmt – die Schilddrüsenhormone sind nämlich ziemlich empfindlich und wenn man es mit Essen (statt nüchtern) oder noch schlimmer zusammen mit Eisen-, Magnesium- oder Calcium-Präparaten einnimmt, kann es sein, dass sie gar nicht in den Körper aufgenommen werden.

Die falsche Anwendung (8)

Da gibt es diese Kundin die fast jeden zweiten Tag kommt und Similasan „nervöse Herzbeschwerden“ Globuli kauft.

Und sie will, dass man beim Fläschen oben den Dosierer wegnimmt. Sie schluckt die Kügelchen gleich halb-glas-weise.

–Irgendwie hat sie das Prinzip der Homöopathie nicht verstanden.

Klassischerweise ist es in der Homöopathie so, dass je potenzierter, desto wirksamer. Potenzieren ist aber verdünnen … man könnte hier auch sagen: „Weniger ist mehr.“

Das oben ist eine klassische Verdünnungsreihe. Dabei wird der Originalstoff (in dem Fall Birkenkohle) mit Mannitol verrieben. D bedeutet es wird in 10er Schritten gearbeitet, d.h. von einem Schritt zum nächsten wird 1 Teil Stoff mit 10 Teilen Mannitol verrieben. Ein D6 bedeutet also z.B. dass es nur noch 0.0001% des Ausgangsstoffes enthält. Aber man arbeitet oft mit noch höheren Verdünnungen, wie z.B. D15 oder D30 – oder man geht in 100er Verdünnungsschritten vor, das sind dann die C-Potenzierungen.

Die normale Dosierung bei den Similasan Globuli (die im Normalfall D12, D15 und D30 Potenzierungen enthalten) ist übrigens 3 x täglich je 5-7 Globuli bei chronischen Beschwerden oder bei akuten Beschwerden kann alle 15 Minuten 5-7 Globuli genommen werden. (Viel mehr)

Gleich das halbe Glas zu schlucken ist irgendwie nicht der Sinn der Sache … wobei sie sagt, ihr hilft’s.

Deutliche Worte

Ein Patient bekommt auf Rezept Paspertin Zäpfchen verschrieben.

Man schreibt es an: 1 Zäpfchen alle 6 Stunden einführen.“

Er bekommt die Zäpfchen und geht.

Wenig später ruft der Patient zurück und fragt: „Wie nehme ich das?“

Apotheker: „Man führt es rektal ein.“

Er sagt „Ok.“ und hängt auf.

Ein paar Minuten später ruft er wieder an und fragt: „Was heisst rektal?“

Der Apotheker erklärt es ihm: „Das bedeutet in ihren Anus / After.“

Er sagt „Ok.“ und hängt wieder auf.

Und ruft zurück.

Patient: „Also: Was muss ich tun?“

Der Apotheker erklärt ihm: „Legen Sie sich hin, ziehen sie die Beine an und stecken sie sich das Zäpfchen in den Arsch.“

Das war dann wohl deutlich genug!

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