PPP die Gewinnauswahl

Vor den Pfingstrosen – die dieses Jahr absolut pünktlich blühten hier – findet sich die Gewinnauswahl für das Rätsel:

  • 2 „Plüschmikroben“: Das Penicillin
  • Buch „Penicillin Man – Alexander Fleming and the Antibiotic Revolution“; die inoffizielle Biographie, verfasst von Kevin Brown (in englischer Sprache)
  • Doppel-DVD „Der Dritte Mann“ – der Filmklassiker (aus dem Jahr 1949) über eine Penicillin-Schieberbande im Wien der Nachkriegszeit (mit viel Extramaterial)
  • Doppel-DVD „Sicko“ (2007) – ein Film des bekannten amerikanischen Dokumentarfilmers Michael Moore („The Awful Truth“, „Bowling for Columbine“, „Fahrenheit 9/11“) über das Versagen des amerikanischen Gesundheitssystems am Beispiel der Helden des WTC-Attentats von 2001 (ebenfalls mit viel Bonusmaterial)
  • DVD „Zeit des Erwachens“ (1990) – ein Film über eine (vermeintliche) Pharma-Sensation mit Robert de Niro und Robin Williams (soll eine wahre Geschichte sein… aus den Memoiren des bekannten amerikanischen Neurowissenschaftlers Oliver Sacks)
  • 3x das Buch „Haben Sie diese Pille auch in grün?“ von Bimed
  • 1x das Buch „Einmal täglich“ von Bimed

– die letzten beiden mit Widmung, alles andere mit zusätzlicher Postkarte von Bimed.

Die ersten drei Einsender der korrekten Lösung erhalten jeweils einen Preis (den sie aus den vorhandenen Preisen selber aussuchen können) – die stehen jetzt schon fest und werden demnächst von mir benachrichtigt, damit sie mir mitteilen können, was sie gerne hätten.

Unter allen anderen korrekten Lösern werden die übrigen Preise von mir ausgelost. Auch ihr werdet demnächst benachrichtigt.

Danke vielmals für Eure rege Teilnahme – die teils frühen Einsendungen haben mich echt überrascht. Ich hoffe, es hat Euch so viel Freude gemacht, wie mir!

PPP – Die Auflösung

Liebe BlogleserInnen!
Zunächst einmal vielen Dank, dass Ihr bei meinem kleinen Spass so tapfer mitgerätselt habt. Ich hoffe, es hat Euch genau so viel Spass gemacht wie es mir Freude bereitete, es für Euch zu bauen. Bevor Ihr nun erfahrt, wer denn eigentlich etwas gewonnen hat, lasst mich an dieser Stelle zunächst einmal die einzelnen Rätselteile auflösen:

Am 1. Tag ging es um einen französischen Chemiker, der ein Halogen entdeckte, welches in Kombination mit einem Alkalimetall das erste Antiepileptikum der Pharmaziegeschichte wurde.
Das fragliche Halogen war Brom, das Alkalimetall war Kalium, somit war das gesuchte Antiepileptikum Kaliumbromid. Es wurde seit der Mitte des 19. Jahrhunderts als Beruhigungsmittel und in der Behandlung von Krampfanfällen genutzt. Das Brom wiederum wurde von Antoine-Jérôme Balard 1826 erstmals aus Meeresalgen gewonnen.
Gesucht war Balards Geburtsjahr 1802, dessen letzte Stelle „2“ ergab die Koordinate „c“ in diesem Rätsel.

Tag 2 brachte erneut die Frage nach einem chemischen Element, dessen Verbindungen eventuell in Zukunft neue Behandlungsoptionen beim Diabetes ermöglichen könnten. Kurz gesagt: es ging um das Vanadium, dessen Ordnungszahl 23 die Koordinate „z“ des Rätsels ergab.

Der 3. Tag führte uns in weit in die Geschichte zurück zu einer pharmazeutischen Fakultät in Nordafrika. Deren „Al-Azhar Journal of pharmaceutical Sciences“ gilt heute allgemein als wichtigstes Pharmazie-Journal Nordafrikas. Herausgeber ist die Al-Azhar-Universität in Kairo.
Gesucht war das Jahrhundert, in dem diese Universität gegründet wurde – das geschah im 10. Jahrhundert (unserer Zeitrechnung). Somit war „10“ die Teillösung für die Koordinate „y“ in unserem Rätsel.

An Tag 4 wurde es ein wenig religionspolitisch. Es ging um eine der bedeutendsten pharmazeutischen Innovationen des 20. Jahrhunderts, mit der die katholische Kirche leider bis heute ein gewisses Problem hat. Hoffentlich war unschwer zu erkennen, dass hier die Anti-Baby-Pille gemeint war. Mit ihr könnte eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit, nämlich die zunehmende Überbevölkerung der Erde, abgemildert werden. Sie wurde von Carl Djerassi, Gregory Pincus und John Rock im Jahr 1951 entwickelt. Gesucht waren die letzten 2 Stellen der genannten Jahreszahl, also „51“. Diese ergaben die Koordinate „a“ (und damit die erste wirklich „grosse“ Koordinate) des Rätsels.

Am 5. Tag fragte ich nochmal nach einem chemischen Element. Vorweg: gesucht war der Phosphor. Er kommt auf der Erde in verschiedenen Farben vor, einige dieser Varianten haben die Eigenschaft, im Dunkeln zu leuchten. Sein (gesuchtes) Atomgewicht beträgt 30.974, gerundet 31. Und letzteres war die gesuchte Koordinate „b“ des Rätsels. An diesem Tag habt Ihr ausserdem die Zuordnung der Koordinaten zu Länge und Breite erhalten – das hat einige von Euch sicherlich schon um Einiges weitergebracht.

Bleibt noch der 6. Tag des Rätsels. Den hatte ich mir als besonderen Spass bis zum Schluss aufgehoben. Es ging um eine chemische Verbindung, der wir nicht nur täglich begegnen, sondern ohne die unser Leben auch völlig unmöglich wäre. Und dennoch werden ihr immer wieder gerne regelrecht magische Eigenschaften zugesprochen. Ich denke, es sollte recht schnell klar gewesen sein, dass es sich dabei um Dihydrogenmonoxid (DHM) handelte, allgemein einfach nur als „Wasser“ (oder chemisch H2O) bekannt. Vor allem in der Homöopathie, die heutzutage mit dem angeblichen „Gedächtnis“ des Wassers argumentiert. Und vor über 10 Jahren hat ein Japaner namens Masaru Emoto Experimente gemacht, in denen er Wasser u.a. klassische Musik vorgespielt oder die Proben auch einfach nur beschimpft hat, das Wasser danach einfror und aus den entstandenen Kristallen völlig unwissenschaftliche Schlüsse gezogen hat. Dennoch hängt
sich die Gemeinde der Globuli-Fans nur allzu gerne an solche Experimente.
Rein nach der molaren Masse müsste der Schmelzpunkt von Wasser eigentlich bei rund – 100°C liegen, tatsächlich liegt er – genauso wie der Gefrierpunkt – bei 0°C. Wasser kann unter Normalbedingungen zwar auch unterhalb von 0°C noch flüssig bleiben, man bezeichnet es dann allerdings als „unterkühltes Wasser. Gesucht war jedenfalls der allgemein bekannte Gefrierpunkt von H2O, also 0°C. Das war dann auch die letzte Koordinate „x“ im Rätsel.

Nachdem in Teil 6 auch die Frage nach nördlicher/südlicher Breite und westlicher/östlicher Länge geklärt worden war, ergaben sich schliesslich folgende Gesamtkoordinaten: 51°31‘2‘‘N , 0°10‘23‘W
Diese zeigen auf das „St. Mary‘s Hospital“ in London, wo Sir Alexander Fleming im Jahr 1928 (durch grossen Zufall) das Penicillin entdeckte
(genauer gesagt am 28.9.1928).
Zwar wurde an gleichem Orte im 19. Jahrhundert bereits das Heroin entdeckt (von Charles Alder Wright), aber bereits im Prolog zu diesem Rätsel wurde diese Lösung ja ausgeschlossen.
Und bevor Diskussionen aufkommen: ja, die hemmende Wirkung des Penicillium-Pilzes auf Bakterien wurde zwar schon 1874 von Theodor Billroth beschrieben (jnd in der Antike ebenso von mehreren Autoren), aber von ihm auch nicht mehr weiter verfolgt. Allgemein gilt eben Fleming heute als Entdecker des Penicillins und Vater der Antibiotikatherapie.
1945 erhielt er schliesslich dafür den Nobelpreis für Medizin.

Die korrekte Lösung auf die Rätselfrage lautete also:

  1. Penicillin
  2. Alexander Fleming
  3. 1928

Okay, damit verabschiede ich mich (für‘s Erste?) von Euch; ich hoffe, Ihr hattet Spass mit mir und seid vielleicht nicht zu frustriert, solltet Ihr das Rätsel nicht gelöst haben bzw. nicht unter den GewinnerInnen sein. Für letztgenannte Frage übergebe ich jetzt wieder an Bimed, die Euch die Gewinner bekanntgibt.
Bis bald mal wieder,

Euer
?Riddler?

P.S.:
Euch hat mein Rätsel gefallen und Ihr wollt auch ein solches für Eure Apotheke? Für Euren Blog? Oder für Euren privaten Geo-Cache?
Prinzipiell kein Problem, allerdings bin ich beruflich sehr in meiner Praxis eingebunden und erlaube mir daher den Luxus, mir meine diesbezüglichen Projekte auszusuchen (im Regelfall max. eines pro Monat, und auch nur, wenn ich Zeit dafür finde). Im Gegenzug müsst Ihr dafür auch nichts zahlen, nur mich von Eurer Idee überzeugen. Ich mache übrigens nicht nur Geo-Rätsel, sondern auch Buchstabenrätsel (fast) beliebiger Länge (also Rätsel, bei denen an jedem Tag ein Buchstabe gesucht ist, und bei dem am Ende alle gefundenen Buchstaben ein Gesamt-Lösungswort ergeben). Hauptsache ist, es hat einen naturwissenschaftlichen Background!
Solltet Ihr Interesse haben, so schreibt bitte einen kurzen Text, in dem Ihr beschreibt

  • worum es grundsätzlich im Rätsel gehen soll (Pharmazie, Medizin,
    Chemie/Physik/Biologie etc.)
  • ggf. welche Koordinaten herauskommen sollen (für Geo-Caches)
  • oder evtl. welches Lösungswort
  • und was der Hintergrund Eurer Anfrage ist (bspw. ein bestimmter Anlass o.ä.)
    (Word-Dateien im klassischen .doc-Format bevorzugt! (ohne Makros – die öffne ich wegen Viren-Gefahr nur äusserst ungern…))

Schickt Eure Anfrage an Bimed, sie wird das dann gerne an mich weiterleiten. Wenn mich Eure Idee überzeugt habt, bekommt Ihr bald Post von mir.

PPP – Teil 6 (Finale!)

Willkommen zum Finaltag, nach dem (hoffentlich) keine Fragen mehr offen bleiben sollten.

Eine der Grundregeln der Pharmazie lautet bekanntermassen: „Die Dosis macht das Gift“. Das gilt selbstverständlich auch (in welchem Sinne auch immer) für ganz banale Substanzen, mit denen wir jeden Tag zu tun haben. Und mit der gesuchten Substanz hat nun wirklich jeder von uns jeden Tag zu tun!
Dieser chemischen Verbindung werden gar magische Kräfte zugeschrieben. Sogar ein eigenes „Gedächtnis“ soll sie haben, angeblich kann man sie auch durch physikalische Prozesse „beleben“.
Ohne sie hätte niemals Leben auf der Erde entstehen können, und das heutige Leben wäre ohne sie ebenfalls unmöglich. Dementsprechend ist sie in manchen Regionen unserer Welt hart umkämpft, manch‘ Unternehmen hat sich sogar schon Schürfrechte dafür gesichert. Und in Überdosis ist sie für jeden von uns unweigerlich tödlich.

Gesucht ist diesmal der Gefrierpunkt dieses Moleküls in °C, er ist der noch fehlende Wert „x“ in unserem Rätsel.
Und falls Ihr immer noch ob der Lösung im Dunkeln tappt, hier noch ein letzter Hinweis: N bzw. W.

Jetzt sollte doch nun wirklich alles klar sein, oder?
Falls nicht, so folgt die Auflösung hier in Kürze – inklusive der Bekanntgabe der GewinnerInnen. Ich drücke Euch die Daumen und freue mich, dass Ihr mir hier in den letzten Tagen die Treue gehalten habt.
Euer
?Riddler?

Und jetzt schnell! Lösungsversuche bis Pfingstsonntag 24 Uhr an Bimed08(at)gmail.com senden! – Die ersten 3 Einsendungen dürfen ihre Preise dann aus den vorhandenen aussuchen!

PPP – Teil 5

Wie schon an Tag 2 angedeutet, geht es heute nochmal um ein chemisches Element. Es tritt in verschiedenen Farbgebungen auf, manche davon leuchten im Dunkeln. Einige seiner chemischen Verbindungen boostern Pflanzen in ungeahnte Höhen.
Eines seiner radioaktiven Isotope wird in der Medizin als Tracer genutzt, ausserdem in der Therapie der Polycythemia vera. Früher wurde es ausserdem in der Diagnostik des Aderhautmelanoms verwendet.
Diesmal ist allerdings nicht die Ordnungszahl des Elements gesucht, sondern sein (kaufmännisch gerundetes) Atomgewicht. Dieses ist die Koordinate „b“ des Gesamträtsels.

Und wie versprochen hier noch der Hinweis:
Die Koordinaten x°y‘z‘‘ beziehen sich auf den Längengrad der Lösung,
die Koordinaten a°b‘c‘‘ auf den Breitengrad.
Ob es sich allerdings um westliche oder östliche Länge bzw. um nördliche oder südliche Breite handelt, wird erst morgen verraten.

Schlaft gut bis dahin! Oder habt Ihr die Lösung schon längst gefunden?
Euer
?Riddler?

PPP – Teil 4

Entschuldigt die Panne! Hier die richtige Version:

Ich habe es gestern versprochen, ich halte es selbstredend ein: heute erhaltet Ihr einen Hinweis, der Euch wirklich voranbringen wird.

Es geht um nichts Geringeres, als eine der erfolgreichsten pharmazeutischen Entwicklungen der letzten 100 Jahre. Es geht um ein Medikament, welches nicht nur bis heute (in einigen Weiterentwicklungen) ein Milliarden-Seller der Pharmaindustrie ist, sondern welches ebenso das Potential hat, eines der grössten Probleme des 21. Jahrhunderts zu lösen – oder zumindest abzumildern. 

Leider ist dieses Medikament bei der katholischen Kirche schlecht angesehen, bis vor einigen Jahren riet diese ihren Gläubigen sogar aktiv von der Verwendung ab. Erst Papst Franziskus hat diesen Bann im Jahr 2018 zumindest teilweise gebrochen.

Gesucht ist das Entdeckungsjahr dieses Arzneimittels, die letzten zwei Stellen der Jahreszahl sind die Koordinate „a“ im Rätsel.

Hat Euch das jetzt endlich etwas weitergeholfen? Haben einige von Euch sogar schon die Lösung? Falls nein – bitte nicht verzweifeln! Morgen schon gibt es – neben dem nächsten Teil-Rätsel – auch einen sehr wichtigen Hinweis, wie die bisherigen Lösungen zu verwenden sind.

Stay tuned, Euer

?Riddler?

Zum Wirksamkeitsnachweis von Homöopathika

Das ist ein Nachtrag und eine Erklärung zum Blogeintrag „Unter Androhung von Geldstrafe: kein Homöopathiebashing“ vor ein paar Tagen – darin ging es darum, dass die Firma Hervert Abmahnungen an verschiedene Personen verschickt hat, was Aussagen über die Wirksamkeit der Homöopathie betrifft. Ich habe geschrieben, dass Herr Dr. Glaeske die Unterlassungserklärung unterschrieben hat. Das stimmt, allerdings ging es darin um etwas unterschiedliches als im Fall von Dr. Grams.

Ich habe von ihm ein mail bekommen, das den Sachverhalt erläutert. Dr. Glaeske ist nicht eingeknickt, aber er hat sich einverstanden erklärt, dass er „eine nicht richtige Tatsachenbehauptung nicht mehr wiederholt.“

Seine Worte:

Ich hatte nämlich geäußert, dass für kein homöopathisches Arzneimittel ein Wirksamkeitsnachweis erbracht worden sei. Und das ist leider falsch, weil Homöopathika mit Indikationsanspruch zugelassen werden müssen und dies auf der Basis eines Wirksamkeitsnachweises, der allerdings ein Nachweis auf der Basis von Literatur, Monographien und persönlichen Erfahrungen von Kommissionsmitgliedern darstellt, also ein Nachweis auf der Ebene eines Binnenkonsenses. Also: Für einige Homöopathika, nämlich für solche mit Indikationsanspruch, ist der Wirksamkeitsnachweis laut Arzneimittelgesetz Voraussetzung für eine Zulassung durch unser Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte – und auf diesen gesetzlich geforderten Wirksamkeitsnachweis beruft sich die Firma Hevert.

Dieser gesetzlich verankerte Wirksamkeitsnachweis hat aber nichts zu tun mit den methodischen Anforderungen an einen Wirksamkeitsnachweis von typischen Arzneimitteln und schon gar nichts mit einem Nachweis der therapeutischen Wirksamkeit und einem Patientennutzen. Da dieser Wirksamkeitsnachweis aber eine gesetzliche Tatsache ist, habe ich zugesagt, meine o.g. Aussage nicht mehr zu wiederholen. Es ist leider eine ziemlich komplizierte Angelegenheit mit den Homöopathika, die einen Indikationsanspruch haben und zugelassen werden müssen.

Aus den dem mail an mir angehängten Schreiben ist die Haltung von Dr. Glaseke zu Homöopathika deutlich erkennbar. Das Problem ist einfach dies:

Wenn sich die Firma Hevert allerdings auf das Arzneimittelgesetz bezieht und den dort gesetzlich verankerten Nachweis der Wirksamkeit als Voraussetzung für eine Zulassung reklamiert, kann ich dies nicht bestreiten, sondern am ehesten das Gesetz in der vorliegenden Form kritisieren und deutlich machen, dass dieser Wirksamkeitsnachweis nicht mit einer therapeutischen Wirksamkeit und einem Nutzen für die Patient*innen gleichzusetzen ist.

Vielleicht nochmal zur Verdeutlichung:

Homöopathika, die als Arzneimittel (also mit einer Aussage über die Indikation -für was sie eingesetzt werden) in Deutschland zugelassen werden, müssen einen Wirksamkeitsnachweis erbringen.

Dieser Wirksamkeitsnachweis ist aber für Homöopathika (anders als bei Medikamenten wo Studien gebracht werden müssen) vor allem eine Entscheidung einer Zulassungskommission, bestehend aus Sachverständigen, die das entscheiden auf der Basis von Literatur, Monographien der früheren Kommission D oder auch vereinzelt vorgelegter Publikationen – die aber mitnichten den Anforderungen an einen methodisch adäquat durchgeführten Wirksamkeitsnachweis entsprechen.

Im BfArM-Jahresbericht 2017/2018 steht im Zusammenhang mit dem Hinweis auf Homöopathika mit einem Indikationsanspruch: „Bislang wurde jedoch noch kein homöopatisches Arzneimittel durch das BfArM zugelassen, bei dem sich der Antragssteller auf eine zum Beleg der Wirksamkeit geeignete Studie berufen hätte“.

Diese Zulassung ist also keine hinreichende Basis um daraus eine therapeutische Wirksamkeit bezüglich der beanspruchten Indikation abzuleiten.

Trotzdem ist demnach die Aussage, dass „dass für kein homöopathisches Arzneimittel ein Wirksamkeitsnachweis erbracht worden sei“ juristisch gesehen falsch – und Dr. Glaeske wurde deshalb abgemahnt.

Dr. Glaeske: Es soll deutlich werden, dass es einen Unterschied zwischen dem Wirksamkeitsnachweis für homöopathische Arzneimittel mit Indikationsanspruch im Zulassungsverfahren nach dem AMG gibt und einem patientenorientierten Nachweis der therapeutischen Wirksamkeit und des Nutzens in der realen Versorgung in Bezug auf die beanspruchte Indikation. Der Mangel an methodisch adäquaten Studien in diesem Bereich ist nach wie vor unübersehbar und aus Versorgungssicht sowohl für Patienten als auch für Ärzte und Apotheker inakzeptabel.

Ich danke Dr. Glaeske für die Richtigstellung und Erläuterungen und hoffe, dass der Unterschied hier deutlich gemacht wurde.

Ich finde es immer noch ganz schlechte Politik der Firma Hervert da grad mit dem Anwalt zu kommen.