Diskretion in der Apotheke – Wer kann vom Medikamentennamen auf die Diagnose schliessen?

Anlass für meine Frage gestern abend ist ein Blogpost über den ich im Netz gestolpert bin. Darin erzählt der Schreiber, wie er seine bestellten Medikamente in der Apotheke erhalten hat: ().

Abgesehen davon, dass man die Medis erst nicht finden konnte (kann vorkommen – zum Beispiel, wenn es nicht im Alphabet ist  im Bestellregal oder sonst nicht ganz richtig abgelegt – was ärgerlich ist auch für uns) … stellt er sich vor, dass sie untereinander darüber reden:

„Ich finde die AIDS-Medikamente von dem Mann nicht, der da am Tresen steht. Helft mir bitte suchen.“

Endlich gefunden kommt die Apothekerin zum Thresen und legt ihm Medikamente und Rezept vor:

Lautstark las die Frau Apothekerin das Rezept vor: „ SO, DA HÄTTEN WIR ALSO EINMAL TRUVADA DREISSIG TABLETTEN UND EINMAL KALETRA AUCH DREISSIG TABLETTEN. ICH PACKE SIE IHNEN JETZT HIER IN DIE TÜTE EIN. HABEN SIE NOCH EINEN WUNSCH?“

Oookay.

Ich kann mir gut vorstellen, dass das für ihn unangenehm sein kann. Tatsächlich ginge es mir wohl gleich.

Das Problem hier ist wohl, dass wir als Fachpersonen tatsächlich etwas abstumpfen gegenüber der Problematik. Wir arbeiten tagtäglich mit den verschiedensten Medikamenten gegen alle mögliche Krankheiten … da differenzieren wir häufig nicht mehr so, ob das jetzt etwas ist, was dem Kunden vielleicht peinlich sein kann. Viagra und Co .. ja klar, HIV-Medikamente … ja, und wie sieht’s aus mit der Pille, oder mit Mitteln gegen Hämorrhoiden? Gegen Wechseljahrsbeschwerden? Eigentlich kann noch eine Menge mehr den Leuten unangenehm sein.

Schön, dass er das danach (ruhig) direkt Rückgemeldet hat, wie das auf ihn gewirkt hat.

Ich machte ihr klar, dass die Namen der üblichen HIV-Medikamente durchaus geläufige Begriffe sind. Daher möchte ich es nicht, wenn nebenan eine Person die mir verordneten Medikamente mithört und daraus schließen kann, welche Krankheit ich habe.
Das kommt quasi einem Outing in der Apotheke nahe.

Nochmals: Ich verstehe seine Reaktion!

Aber … auf der anderen Seite … ist das wirklich so?

Abgesehen von den Leuten, die häufiger mit den Medikamenten zu tun haben – also medizinische Fachkräfte wie Ärzte, Apotheker, Pharmaasssistentinnen, PTAs, Krankenpfleger … und denen die selbst betroffen sind und die genannten Medikamente einnehmen müssen … wieviele wissen wohl nur wenn sie den Namen hören oder vielleicht gar die Packung sehen wofür die Medikamente sind?

Darum also die Umfrage: Und das Ergebnis:

Total haben 61 geantwortet

für Kaletra:

Bekannt? 42 Nein, 19 Ja,.
Von den Ja: alle vom Fach
Von den Nein: 14 vom Fach, 28 Laien

Für Truvada:

Bekannt? 39 Nein, 21 Ja.
Von den Ja: 1 Laie (!) Rest alle vom Fach
Von den Nein: 12  vom Fach, 27 Laien

Vor allem Truvada war in den letzten Wochen ein paar Mal in der Presse erwähnt, weil man es als Prophylaxemittel gegen HIV zulassen will. Von dem her könnte es schon sein, dass es dem einen oder anderen geblieben ist. Der Unterschied zu Kaletra ist aber in der Umfrage erstaunlich klein geblieben.

Auf der anderen Seite würde ich bei beiden Mitteln noch nicht einmal als Apothekerin behaupten, dass sie mir „geläufig“ sind. Ich kenne sie, weil wir selbst jemanden haben, der das nimmt, aber ansonsten … braucht man sie wirklich nicht sehr häufig. Das erklärt, warum auch Apotheker und andere Fachpersonen hier sagen „kenne ich nicht“.

Wenn ich jetzt hier ein Fazit ziehen will:

Erstens: Diskretion und Vertraulichkeit sind für den Kunden sehr wichtig in der Apotheke … und sollten es auch für uns sein.

Zweitens: Die meisten Menschen können nicht von Medikamentennamen auf die Diagnose oder die Krankheit gegen die sie gebraucht werden schliessen. Es sei denn, sie haben einen medizinischen Hintergrund (sind „vom Fach“) oder sie benutzen selber die genannten Medikamente. Übertriebene Sorge in die Richtung ist also nicht nötig.

Sollte man jetzt anfangen verschämt die Medikamente grundsätzlich schon vorher einzupacken? Besser ist es vielleicht, den Kunden zu fragen, wie er es gerne hätte.

Oder das hier wäre noch eine Idee:  Da nimmt der Kunde, der eine persönliche / diskrete Beratung wünscht eine Karte und weist sie an der Theke vor. Daraufhin wird er ohne weitere Fragen in den Beratungsraum (den die allermeisten Apotheken haben!) geführt und kann dort sein Anliegen anbringen … dazu zählen genauere Beratung, zeigen von Hautproblemen und er kann auch dort seine bestellten Medikamente einpacken. Finde ich echt eine Idee!

Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie viel das die Apotheke kostet (gratis wird man auch das nicht bekommen)

Info hier

62 Antworten auf „Diskretion in der Apotheke – Wer kann vom Medikamentennamen auf die Diagnose schliessen?

  1. Oh, dieses Sprechzimmer finde ich eine tolle Idee!! Hab ich selber leider noch nie in einer Apotheke gesehen!
    Ich bin auch Laie und kannte beide Medis nicht, aber als Patient wäre mir auch egal, wie bekannt das Medikament ist.
    Alleine die Vorstellung, dass da neben mir ein anderer Patient steht, der es zufälligerweise kennen KÖNNTE, reicht mir schon!
    Bei so viel Unvermögen sich in den Patienten einzufühlen hätte ich mich wohl dafür entschieden diese Apotheke nicht mehr zu besuchen. Da bin ich ganz pingelig. Besonders bei einer so intimen Diagnose! Geht gar nicht!

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  2. Ah, das ist der Hintergrund… :-)

    So oder so hätte ich es nicht gern, wenn jemand Medikamenten-Namen weitherum hörbar nennt. Schon nur, um sich vom Kaufhaus abzugrenzen: „Frau X möchte gerne ein halbes Kilo Lachstranchen… hast du das gerade drüben bei dir?“

    Es spricht ja für eine gewisse Professionalität, wenn man den Kunden offen informiert, was jetzt los ist (Medikament nicht lieferbar, Nachfrage beim Arzt, andere Packungsgrösse, anderer Hersteller), und das Ganze trotzdem irgendwie hinter den Kulissen abwickelt, ohne dass sein Anliegen der ganzen Belegschaft und der halben Kundschaft bekannt wird.

    Selber schon erlebt: Die Frau in der Apotheke vor mir bestellt Gyno Canesten. Packung liegt für alle sichtbar auf dem Tresen.

    Und jemand (weiblich) postet auf Facebook den Markennamen eines Antibiotikums, das fast immer gegen Harnwegsinfektionen verschrieben wird.

    Aha.

    Eine Bankschalter-Atmosphäre fände ich aber trotzdem nicht gut.

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  3. Du hast klar ausgedrückt dass Dir Diskretion wichtig ist. Ich nehme sogar an, dass auch die Apotheken einer Schweigepflicht unterliegen. Was ich aber jetzt in Deinem Beitrag noch vermisse ist, die Einsicht, dass es absolut egal ist ob nur sog. Fachleute die Medikamenten-Namen interpretieren können oder auch Laien. Denn auch die sog. Fachleute geht es Null Komma gar nichts an, was ein Kunde für Medikamente bezieht. Ergo kann es zwar interessant sein, dass ~20% der Leute die Namen interpretieren können, spielt aber in Sachen Diskretion keine Rolle ;-)

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    1. Da hast Du sicher recht. Ich unterstelle den Fachleuten aber auch mit ihrem Wissen darüber entsprechend bewusst umzugehen.
      Diejenigen, die in der Apotheke arbeiten unterstehen der Schweigepflicht. Das ist so – die dürfen nichts derartiges weitergeben.
      Diejenigen die nicht in der Apotheke arbeiten aber „vom Fach“ sind unterstehen ihrem Gewissen … das wohl auch auf die Problematik eingestellt ist (ansonsten wären sie kaum in dem Beruf, denke ich).

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      1. Mit der Schweigepflicht verhält es sich so wie ich es gedacht habe. Mit den Fachleuten die mit ihrem Wissen bewusst umgehen können bin ich nicht ganz einverstanden. War mal längere Zeit im Sozialbereich tätig und kann aus Erfahrung berichten, dass sich Fachleute zuweilen sehr anders verhalten sobald sie sich nicht mehr im direkten Arbeitsumfeld befinden. Also bisweilen mitten auf dem Bahnhofplatz untereinander lautstarkt über Klienten diskutieren. Mir als urspünglichem Banklehrling wurde da ein ganz anderer Umgang mit der Thematik eingebläut, wobei der Finanzsektor in Sachen Wissen und dessen Anwendung die Fachleute auch nicht grade gut aussehen lässt … aber das ist eine andere Baustelle. Jedenfalls haben meiner Ansicht nach Fachleute, Wissen, Informationen und der Umgang damit nichts miteiander zu tun ;-)

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      2. Ich frage mich ob die Apothekerin nur bei Medikamenten laut vorliest die eher speziell sind oder nicht doch immer?
        (also auch bei Medikamenten die bei Laien bekannter sind)

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      3. Naja, wie sagte Einstein, alles ist relativ und manche Sachen in Deutschland (Westen) sind viel relativer als normal. 2004 wurde ich von LKA eingeladen persönlich die Daten, die bei der Rasterfahndung nach 2001, bzw. 2002-2005 wurde diese Praxis durchgeführt, gesammelt wurde zu durchsichten und danach zu vernichten. Alle Daten von Finanzamt, Arzt, Zahnarzt und Krankenhausbesuch der letzten Jahre haben sie parat gehabt. Es war sogar vermerkt, dass die Anfrage bei den Apotheken in der Nähe zu keinem Ergebnis führte, weil ich täglich keine Medikamente nahm. Einzig und alleine hat die Universität an der ich meine Dr. Arbeit geschrieben habe sich geweigert die Daten herauszugeben.
        Und Sie schreiben hier die dürften der artiges nicht weitergeben!
        Ich würde sagen: Sie werden sich nur in sehr seltenen Fällen für die Schweigepflicht entscheiden, wenn halbstaatliche Behörden oder gar keine staatliche Organisation nachfragt.
        Meine Anzeigen gegen Sie wurden aufgenommen und mir wurde Aufklärung versprochen. Ich habe sogar von Finanzbehörde schriftlich, dass die Daten hätten nicht weitergeben werden müssen. Aber Sie wissen ja in einem angeblichen Rechtsstaat was das Ende des Liedes ist? Nichts ist dabei herausgekommen. Danach wartete ich lange auf das Geld für meine Steuererklärung und der Anwalt regelte es.
        Zwischen Theorie und Praxis liegen Welten. Wie gesagt, in sehr sehr seltenen Fällen werden die Daten nicht weitergereicht.

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        1. Verzeihung für meine Unkenntnis: was für eine Rasterfahndung? Was ist das? Von wem?

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          1. Rasterfahndung ist ein in Dtdld. zugelassenes Mittel zur Verfolgung von Straftaten durch die Polizei. Wenn die Polizei keine weiteren Hinweise hat, gibt sie in ihre Datenbank ein Profil (ein „Raster“) ein. Mal als Beispiel: „männlich, 20-40 Jahre, arabischer Herkunft; Stadt XY“. Anschließend bekommen alle Personen, die diesem Raster entsprechen, Besuch. Klicke den Link von Maziarworld mal an, als Bürger arabischer Herkunft könnte er durchaus öfters mal in ein solches Raster fallen, wenn mal irgendwo was passiert, einfach weil er arabischer Herkunft ist.

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  4. Das mit der Karte vorzeigen, wenn man eine Beratung wünscht, finde ich eine super Idee.
    Aber warum willst Du das für teuer Geld einkaufen? Nenne das Ding einfach etwas anders, gehe in einen Copyshop und lass Dir dort ein paar dickere Visitenkarten (ca. 10 Euro) und ein paar Flyer (nochmal ca. 10-20 Euro) professionell auf Hochglanzpapier drucken und organisiere Dir über den Apothekenbedarf einen Ständer. Das hat auch den Vorteil, dass Du dieses Konzept auf Deine Apotheke und auf Eure Marktsituation personalisieren kannst.

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      1. Wenn ich die Infos auf der Webseite richtig verstehe, kostet das die Apotheke kein Geld – aber man müsste vermutlich der Excommedia Platz für einen ihrer Werbemonitore einräumen: „Das Unternehmen betreibt ein schweizweites Informationssystem von Flachbildschirmen in Apotheken und Drogerien – den Healthcare & Beauty Channel.“

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        1. Meinst Du einen dieser Werbefernseher, ähnlich wie sie im Billig-Baumarkt stehen und auf denen dort Werbung für ein fragwürdiges Produkt gemacht wird (wie den „Pango“ Rohreiniger, der mit Druckluft in Nullkommagarnichts die Toilette, das Waschbecken und sonstige Abflüsse freibekommt)? Hmmm… Kann man in einer seriösen, vernünftigen Apotheke natürlich machen, muss man aber nicht. :-)

          Die Internetseite macht unter dem Unterpunkt „Apotheken-Sprechzimmer“ eine Umfrage, ob man denn bereit wäre, für die Karten und die Flyer bis zu 300 Franken zu bezahlen. Das finde ich für eine Leistung, die ein Copyshop für etwa 25 Franken hinbekommt, etwas zu teuer. Daher mein Vorschlag.

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  5. Bisher ist mir in der Apotheke meines Vertrauens nicht aufgefallen, dass dort Medikamentennamen für jedermann hörbar genannt werden. Allerdings habe ich auch noch nie wirklich darauf geachtet. Ich muss aber bald wieder hin und es interessiert mich jetzt schon, ob das häufiger vorkommt. Die Idee mit der Karte finde ich auch super. Ob es das auch in deutschen Apotheken gibt??

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    1. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass man das normalerweise nicht in einer Lautstärke macht, das jede/r das mitbekommt …

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  6. Die Idee mit dem Beratungsraum wirkt im ersten Moment bestechend, aber wird dann nicht erst die Neugierde der anderen Kunden geweckt, wenn es sich um jemanden handelt, den man kennt? Im selben Fall ist auch die Nennung des Medikamentennamens nicht sehr ratsam, denn dank Internet kann sich heutzutage jeder schlau machen, um zu erfahren, an was der Nachbar leidet. Gerade in kleinen Städten und Dörfern ist die Nachbarschaft neugieriger als man gemeinhin denkt.

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    1. … den Beratungsraum, den gibt’s ja schon. Dass man danach nicht gerne fragt … kann ich aus deinen genannten Gründen auch verstehen. Darum die Sache mit der Karte. Da kann man wirklich diskret und ohne etwas sagen zu müssen verschwinden mit der Bedienung.

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  7. Also das Truvada hätte ich auch gewußt. Aufgrund der Presseberichte, denn ich bin Laie.

    Diskretion wünsche ich mir auch in einer Apotheke. Es würde ja reichen – wie oben beschrieben – dass der Kunde neben mir es auch nimmt. Und daher kennt. Und wenn er mich dann noch kennt …

    Oder der Nachbar(sjunge) steht neben mir. Und googelt das einfach mal. Nee, das muß nicht sein.

    Von daher: jeder Kunde hat das Recht auf Diskretion. Auch wenn du weißt, was es ist und wofür es ist.

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  8. Die Frage ist ja nicht, ob man die Medikamente auf Anhieb kennt, heutzutage kann der unangenehme Nachbar, der zufällig hinter mir ansteht, das im Smartphone nachschlagen..

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    1. Jaaaa … gut, dazu müsste er (ausser es mitbekommen) aber noch sehr neugierig sein. (Nicht, dass es das nicht gibt).

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      1. Stimmt, bei der Generation meiner Eltern kann ich mir auch nicht vorstellen, dass jemand das ernsthaft googelt. Beim 19-jährigen mit Smartphone geht das aber in Sekunden. Wäre ich ein paar Jährchen jünger und der nervige Nachbar, der seine Frau jeden Tag anbrüllt, stünde vor mir in der Apothekenschlange, würde es mich wohl auch in den Fingern jucken. Aber ich wollts nur kurz anmerken :)

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  9. Ich finde den Fall schon schockierend! Gut, dass er gleich was gesagt hat! Ich empfinde es auch in unserer Apotheke, in der durchaus nette Menschen arbeiten, als sehr unangenehm, dass dort in Stoßzeiten bis zu fünf Kunden auf engstem Raum nebeneinander stehen. Und ja, auch ich habe schon bei den Nachbarkunden gelauscht, was sie denn so wünschen – einfach, weil es die Situation ohne weiteres zulässt. Und wenn ich Hämoridensalbe oder Medis gegen Pilzbefall brauche, dann warte ich auch ab, bis die Apotheke leer ist – oder ich kaufe gleich online. Ansonsten bin ich wirklich nicht verklemmt – aber da haben viele Apotheken noch Nachholbedarf!

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      1. Ist schon eine Möglichkeit. Gut fände ich einen „angenehmen“ Abstand zwischen den Kassen. Jeder Mensch hat so einen Umkreis, in den niemand eindringen sollte. Wenn in der Apotheke jemand einen halben Meter neben mir steht, dann habe ich nicht mehr das Gefühl von Diskretion.

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  10. uh!! ich lache noch darueber: ich war an der Bahnhofsapotheke in Florenz, ein Mann (um die 40ig, schaetzte ich) schaute sich immer herum, ging zur Kasse und machte es als haette er nichts Besonderes gekauft.
    die Apothekerin, gemein, hat alles getan, als waeren Kaugummis. der Typ war total rot, und es handelte sich nur von Kondomen…

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    1. Also: der Apothekerin hat es nichts ausgemacht das zu verkaufen, aber ihm es zu kaufen?

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      1. Genau: es war IHM total peinlich.
        Es war genau das Mal, wo ich mit einem Becher Cola die Apothekerin nach Nymesulid fragte. Ich hatte es hier damals erzaehlt.
        Jedenfalls, obwohl die Situation wegen dem Verhalten des Mannes ein bisschen laecherlich aussah, fand ich die Apothekerin auch ein bisschen unfair.
        Eine Frage: wieso sollte diese Karte etwas kosten? Koenntest Du nichts selbst machen / bauen / basteln?

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    2. Wie die Fernsehwerbung vor ca 25 Jahren: „Ääähnaaaa, wat kosten die Kondoooomääää?“ (Dr. Cervinski-Querenburg läßt grüßen.)

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  11. Iin meiner Stammapotheke wird eher leise gesprochen und dadurch Abstand gehalten, dass die Theke halbrund ist und man dort drangenommen wird wo grad frei wird. Wenn man also jemandem zu dicht aufrückt, dann ist man am ersten Schalter praktisch schon vorbei ;-)
    Aber was mir durch deinen Eintrag erst bewusst wird: Tatsächlich sagt der Apotheker jedesmal die Namen der Medikamente, und ich frage mich, warum. Schließlich stehen die ja auch fett auf der Packung. Lernt ihr das irgendwie in der Ausbildung, jedesmal zu sagen „So, hier haben wir Ihr Aspirin und ihr Dulcolax“? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum ist das offenbar so verbreitet unter Apothekern? Die Bäckereifachverkäuferin zählt mir ja auch nicht nochmal auf wieviele Brötchen ich jetzt gerade entgegennehme sondern sagt mir schlicht, was es kostet. In der Apotheke könnte man ja statt dessen sagen „Hier sind Ihre Medikamente, haben Sie zu einem davon Fragen oder soll ich Ihnen die Dosierung draufschreiben?“

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    1. Wenn die Bäckerei-Verkäuferin statt nem Kaiserbrötchen ein Roggenbrötchen einpackt, passiert nicht wirklich viel. Packt der Apotheker das falsche Medikament ein (z.B. Marcumar anstatt Aspirin), stirbt der Patient an inneren Blutungen.

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      1. Ja, das trifft es so ziemlich. Ausserdem will ich 1. sicher sein (nochmals Kontrolle) das es das ist, was auf Rezept ist und 2. dass der Kunde sie kennt / weiss anzuwenden … *das* ist dann der Moment, wo er auch am ehesten etwas dazu sagen kann.

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    2. Der Name der Medikament wird häufig wiederholt um sicher zugehen, dass es das richtige ist. Mir ist es schon mal passiert, dass mir dabei aufgefallen ist, dass ich das falsche in der Hand habe, aber auch, dass der Patient den Namen zum erstenmal hörte und wir so festgestellt haben, dass der Arzt versehentlich das falsche Medikament rezeptiert hat. Ohne die Wiederholung hätte sich der Patient wahrscheilnlich erst zu Hause gewundert, was er da bekommen hat.
      Wobei ich es auch wichtig finde zusagen, wo gegen die Medikamante sind. Die Namen sagen nur erfahrenen Kunden etwas.

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  12. In Köln gibt es eine auf HIV-Patienten spezialisierte Apotheke. Die haben Trennwände zwischen den einzelnen Beratungsplätzen.

    Ich denke in den meisten Apotheken würde eine Markierung auf dem Boden und ein Schild mit der Bitte Abstand zu halten viel bringen. Die Illusion, dass die Kunden von alleine auf die Idee kommen Abstand zu halten, habe ich schon lange aufgegeben. Die Gesundheit der anderen ist ja auch ein interessantes Thema :)

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    1. Wobei bei einer auf HIV spezialisierten Apotheke dann bei den Anwohnern vermutlich gleich jeder, der da reingeht, gleich unter Generalverdacht steht…
      Das mit der Markierung und dem Schild mit der Bitte, Abstand zu halten, ja, das sollte es echt häufiger geben, auf die Idee kommen leider die wenigsten von allein. Da spürt man dann ständig den heißen Atem des Nachbarn im Nacken… Und andererseits, wenn ich slber ein bißchen Abstand zum Vordermann halte, ist es mir schon oft genug passiert, das Leute sich vordrängelten, weil sie der Meinung waren, ich stehe da gar nicht an sondern nur so rum.
      (Gut finde ich, wie es bei uns bei der Post seit einigen Jahren geregelt ist, das es nur eine Warteschlange für alle Schalter gibt und der nächste in der Schlange dann zum nächsten freien Schalter geht. Da kriegt man auch seltenst mit, was an den einzelnen Schaltern vor sich geht.)

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      1. Das amerikanische System, das die Post und auch einige H&Ms einsetzen, ist natürlich die optimale Lösung: Jeder kommt in der Reihenfolge dran, in der er ins Geschäft/zur Schlange kam (Ihr steht doch wie ich auch im Supermarkt immer alle in der Schlange, wo Oma Ihre Pfennige auf den Tresen zählt oder Mutti vergessen hat, dat Obst abzuwiegen oder ähnlich…) und tatsächlich außerdem der Diskretionsabstand quasi automatisch eingehalten wird.

        Leider in den meisten Apotheken eher unpraktikabel, da entweder Halbrundtresen oder Kasseninseln oder über Eck…oderoderoder, aber selten so eine Kassenphalanx wie bei Primark, Post, H&M etc…wenn wirs einrichten könnten würd ichs sofort tun
        (bei uns: entweder rechts vom Eingang oder links…soll ich die Kunden vorm Eingang stapeln?Hmpf)

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    2. @kitty: In Deutschland gilt seit dem 12.06.2012 die neue Apothekenbetriebsordnung, die vorsieht, dass MINDESTENS auf dem Fußboden ein „Kundenstopper“ geklebt wird…obs dann jemand liest/beachtet, sei natürlich dahingestellt…

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  13. Das mit dem Abstumpfen des Apothekenpersonals habe ich auch schon mal erlebt. Ein junges Mädchen das vor mir bedient wurde durfte sich darüber freuen dass die PTA/Apothekerin laut in den Laden gerufen hat „Diese Pille danach haben wir nicht da, ich kann sie aber bestellen, die ist dann und dann da. oder sie gehen zur Apo gegenüber“

    Servicefaktor: Sehr gut
    Empathie: setzen, sechs!
    :p

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    1. Vielleicht war das ja Absicht… meiner Erfahrung nach wird man sowohl vom diensthabenden Arzt, der die Pille danach verschreibt, als auch von der Apothekerin wie eine Schlampe behandelt, wenn man auf sowas zurück greifen muss. Vielleicht dachte die Apothekerin, das hätte eine abschreckende Wirkung, so dass das arme Mädchen das nächste Mal weniger feiern geht…
      Denn natürlich ist das Nutzen der Pille danach auf persönliche Fahrlässigkeit und einen verdorbenen Lebenswandel zurückzuführen und nicht auf unvermeidbare Missgeschicke und besondere Vorsicht.

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      1. Ich muss eine glückliche Zeitgenossin sein, habe das nie so erlebt, weder beim Arzt noch in der Apotheke. Mag vielleicht daran liegen dass ich nicht mit „Kein Kondom dagehabt und zu faul gewesen“ kam, sondern mit besseren Gründen, aber trotzdem. Wo wohnst du, im letzten Dorf? Hab noch nie in meinem Leben sowas erlebt oder erzählt bekommen o.O

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        1. Ich hatte bessere Gründe – eine Pille hatte ich erbrochen, das Kondom war zum ersten und einzigen Mal (ich verhüte IMMER doppelt) in meiner Beziehung mit meinem Ex verrutscht. Rein rechnerisch stand die Chance wohl unter 1%, schwanger sein zu können, aber das war mir nicht genug. Ich konnte der Ärztin ansehen, dass sie mir kein Wort glaubte. Und auch der Gesichtsausdruck der Apothekerin kann ich nur als missbilligend bezeichnen.
          Ich wohne (bzw. wohnte) wirklich im letzten Dorf, bin allerdings nicht die Einzige, die sowas schonmal erlebt hat. Vielleicht ist das in der Stadt ja anders.

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  14. Ich find’s ehrlich rotzegal, ob die *meisten* die Namen nicht kennen und der Rest vom Fach ist. Auch mir fremde oder fern bekannte Leute geht’s einen Scheißdreck was an, ob ich die Pille danach, Tabletten gegen Durchfall oder ein Antihistaminikum haben will.
    Ich bin einigermaßen entsetzt, dass es ein Sonderwunsch ist, im medizinischen Bereich Privatsphäre zu wünschen.

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  15. Genau deswegen gehe ich mit manchen Wünschen lieber in eine Apotheke, die weiter weg liegt, als in meine „Standard-Apotheke“. Und das ist eigentlich ein Systemfehler, denn wenn ich eines Tages regelmäßig Medikamente nehmen muss und ein Dossier haben werde, dann bekommt die Apotheke mit dem Dossier manches, was ich nehmen werde, aus genau diesem Grund nicht mit.
    Gerade wenn Apotheker/-innen sich nicht als Medikamentenverkäufer, sondern als Gesundheitsberater verstehen, gerade wenn damit einhergehend die Beratungsgespräche entsprechend inhaltsschwer sind (was ja eine zentrale Rechtfertigung niedergelassener Apotheken ist), wäre es vielleicht an der Zeit sich Gedanken zu machen, wie man dem wirklich grundlegend Rechnung tragen kann. Mein Arzt impft mich ja auch nicht im Wartezimmer.

    Könnte man nicht grundsätzlich zwei, drei Schalter pro Apotheke mit seitlichen Wänden abtrennen und als „Beratungsschalter“ markieren? Wer nur Fluortabletten-Nachschub oder Nasenspray braucht, geht dann an einen normalen Bezahlschalter, und der Rest hat Privatsphäre?

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  16. Ja genau lasst uns vor der Theke (fast) alles wegräumen dafür eine Schlange die in 3 bis 5 Schaltern aufgeteilt wird anrichten die eine Ausreichend große Privatssphäre bieten. würde mir wirklich gut gefallen aber vermutlich würde es die Apotheken deutlich ausdünnen.

    Praktikabler dürfte also eher der Ständer mit den knallig gefärbten Karten aus der eigenen Herstellung (incl. Laminierung zwecks Desinfektion?) sein.

    Und ja selbst wenn ich „Nur“ Iboprofen kaufe muss man das nicht durch den laden schreien.
    Vor allem wenn man ja der Meinung ist Beraten zu müssen (nicht zu dürfen, aber in diesem Punkt werden wir immer verschiedener Meinung sein also lassen wir das.

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    1. Das ist kein dürfen … aber das hatten wir schon mal, das lassen wir hier wirklich.

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  17. Für „einfache“ Dinge wie Pflaster etc, finde ich es noch ok, wenn man die lange offen rumliegen lässt und den Namen laut sagt. Aber selbst bei so Dingen wie der Pille find ich es nicht mehr ok. Ich leb in einer kleinen Stadt, eher noch Dorf, und da sind unter anderem ältere Leute nicht sonderlich „modern“, außerdem verbreiten sich Gerüchte recht schnell. Bsp:“oh Frau A. kauft XY. die ist schwanger!“ und innerhalb von 1 woche weiß es jeder…. Und ja, man erkennt auch die Pille meist an der Packung entweder Rosa/Pink oder mit Herzchen oder sonstigem Krams drauf. Ich kauf durchaus auch Sachen wo anders, meistens bevorzugt in den Apotheken wo kein anderer Kunde drin ist. Es muss nicht jeder wissen, dass ich gerade ein Rezept für XY abgegeben habe.

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  18. Ich bin selbst Apothekerin, arbeite jedoch zur Zeit nicht in der Apotheke. Jedenfalls hat es mich schon immer gestört, dass in jeder Postfiliale (!) mehr Diskretion herrscht als in der Apotheke. Leider fällt es vielen Kunden auch nicht im Traum ein, von allein ein wenig Diskretionsabstand zu halten. Diskretion hat absolute Priorität und es obliegt nicht der Apotherkerin einzuschätzen, was jetzt peinlich ist oder nicht. Finde ich jedenfalls.

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    1. In der Postfiliale ist das keine Diskretion sondern die Leute lassen den vornestehenden Platz, ihre dicken Pakete abzuholen :D

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  19. Ich war mal in der Situation, für eine Freundin, die heulend im Damenklo eines Kaufhauses saß, einen Schwangerschaftstest kaufen zu müssen. Mir war das megapeinlich, vor allem, da dieses Kaufhaus am nächsten am meinem Dorf lag und man unvermeidlich über einen Bekannten stolperte, wenn man mal 5 Minuten die Augen aufhielt. Ich wollte keinesfalls „erwischt“ werden, einerseits meiner Freundin zuliebe, andererseits auch wegen mir, denn wer hätte mir geglaubt, dass ich den Test nicht für mich kaufe?

    Ich winkte eine Apothekerin zur Seite und schilderte leise das Problem, woraufhin sie mich ebenso leise beriet und schließlich das Gewünschte aushändigte. Genauso diskret beriet sie mich, als ich kurze Zeit später wieder im Namen meiner Freundin mit dem recht uneindeutigen Test zurückkehrte und ihren fachmännischen Rat haben wollte.

    Es wäre wirklich fatal gewesen, hätte sie in dieser Situation laut rumgebrüllt (der Laden war voll, drei Kassen auf, vier Apothekerinnen im Einsatz). Ich hoffe aber sehr, dass ich sie nicht erst mit meinem Flüstern darauf aufmerksam gemacht habe, dass dies ein etwas heikles Thema ist.

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    1. Klingt nach einer rücksichtsvollen Apothekerin.
      Dennoch finde ich, dass Diskretion kein Sonderwunsch sein darf in einer Apotheke. Wer da als Kunde die Apothekerin/den PTA beiseite bittet um diskret zu reden, zeigt damit ja auch, dass es um was Privates geht.

      Ich hatte mal eine dumme Situation mit der Pille danach für mich selbst und ging eigentlich davon aus, dass man sich denken kann, dass das niemanden sonst etwas angeht, aber das wurde auch laut durch die gut besuchte Apotheke gebrüllt. :-3

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  20. Hmmm, ich finde auch: Was ich einnehme oder mir irgendwo drauf schmiere, geht niemanden was an, der zufällig grade neben mir steht. Ich hab‘ deshalb lieber zuviel Diskretion als zuwenig, denn das schadet ja nicht. Dass es in Apotheken Beratungszimmerchen gibt, wusste ich im Übrigen gar nicht.

    Hätte ich mal wissen sollen, als ich vor Jahren mal spezielle, latexfreie Kondome kaufen wollte und an eine leider schwerhörige (weil schon etwas ältere) Apothekerin geriet. Ich hab‘ zum Glück keine größeren Probleme beim Kondomkauf, auch wenn’s deswegen nicht gerade meine Lieblingstätigkeit ist. Aber die Apotheke füllte sich leider allmählich, die Schlange hinter mir wurde deutlich länger, während ich meinen Wunsch immer lauter wiederholte, derweil die gute Frau im System stöberte und mir alles Mögliche anbot, aber immer danebenlag.

    Also, schön war das nicht. ;)

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  21. Zum Thema Diskretion gibt es einen herrlichen Sketch mit Rudi Carrell, der in einer Apotheke ein Mittel gegen Fußpilz kaufen will. Leider habe ich trotz intensiver Suche auf Youtube (dort ist/war er ganz sicher) nichts gefunden. Die Sache endet damit, daß er mit einer Riesentube Anti-Fußpilzcreme unterm Arm und einer Papiertüte überm Kopf die Apotheke verläßt. – Vielleicht ist mangelnde Diskretion einer der Gründe für den Erfolg der Internet-Apotheken?

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  22. Wenn ich das lese, bin ich mal wieder froh, dass alle Mitarbeiter in „meiner“ Apotheke wirklich kompetent sind und sich größte Mühe geben, solche Situationen zu vermeiden.
    Bei meinem Unfalll wurde das Rückenmark leider genau an der Stelle beschädigt, der für die Blase zuständig ist.
    Mit Anfang 20 war es mir sehr unangenehm, mir meine Vorlagen aus der Apotheke zu holen. Die Apothekerin kannte mich schon lange und merkte wohl, dass mir die Schamesröte ins Gesicht stieg. Sie fragte nur leise, welche Größe ich gerne hätte, notierte sich alles und sagte dann: “ Frau Rückenpatientin, wir haben ihre Adresse. Ich werde nachher eine Kollegin beauftragen, Ihnen das Paket zu bringen.“
    Ich war heilfroh, dass sie so reagiert hat und weiß das auch sehr zu schätzen.
    Mitlerweile kann ich mit meinem Paket aber auch alleine nach Hause gehen :)

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  23. Das Problem sind zum Großen Teil auch die Mitmenschen, die in der Postfiliale und am Bankschalter Abstand lassen, aber in der Apotheke sich alle um den HV-Tisch drängen trotz Markieren auf dem Boden u.ä.
    Sehr schön finde ich auch Arztpraxen, die telefonisch Laborergebnisse durchgeben der Rezeptbestellungen auch wiederholen (natürlich denjenigen auch mit Namen ansprechen)

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    1. Hm ja, das ist schrott. Ich kenn das, ich bin Arzthelferin – der Chef legt nicth sooo viel wert auf Diskretion, der Schreibtisch steht so, dass ich beim Telefonieren nicht an die Tür zum Wartezimmer herankomme (um die zu schließen), ich geb mir echt Mühe und red dann niemanden am Telefon mit dem Namen an (außer es ist echt sowas wie Frau Müller.), aber es ist aufwändig und ich werde dafür ab und an kritisiert. Tja.

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  24. Mir ist es mal so ergangen, dass ich in unserer kleinen Dorfapotheke das Rezept für meine Pille abgegeben habe, die erst noch bestellt werden musste. Ein Mädchen (ich war damals 16, sie vielleicht 18), was dort Praktikum machte mochte mich nicht besonders…und fand es sehr komisch aus der Apotheke zu rennen (!) als ich nachmittags dort vorbeikam und über die Straße zu brüllen „DEINE PILLE IST ÜBRIGENS DAAAAA!!!“…das war’s dann mit der Praktikumsstelle. Sachen gibt’s…peinlich war es mir nicht, ich fand’s nur reichlich dämlich.

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  25. Ich weiß nicht ob es schon erwähnt wurde:
    Da niemand sagen kann, ob der Kunde nebenan NICHT vom Fach ist, sollte auf die Nennung der Namen besser verzichtet werden.
    Abgesehen davon geht es auch Oma Hilde nichts an welche Medikamente ich abhole (Genau so wenig wie mich eigentlich die Krankengeschichte von Oma Hilde interessiert, aber das ist ein anderes Thema ;-P)

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  26. Stimme meinen Vorkommentatoren vollkommen zu, Diskretion u.a. in der Apotheke muß gewährt sein!
    Sofern sie vom Kunden gewollt ist, dazu eine Anekdote:
    Viele, viele Jahre ist’s her; ich hatte eine Pilzinfektion in der Scheide und holte mir das passende Medikament. Der Apotheker BESTAND darauf, mir die Packung in einer Papiertüte zu geben, obwohl ich ihm deutlich sagte, daß ich keinerlei Verpackung bräuchte (es ist und war mir vollkommen egal, ob die Person neben mir mitkriegen könnte, daß ich ’nen Pilz in der Scheide habe…)
    Ich habe dann seelenruhig die Packung aus der Tüte genommen und habe so die Apotheke verlassen. Der Apotheker wurde knallrot…
    Hätte ich evt. Rücksicht auf sein Diskretionsbedürfnis nehmen müssen? ;-)

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    1. Clara – wie unverantwortlich! Das hat sicher bleibende psychische Schäden beim Apotheker hinterlassen!
      ;-)

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  27. Reblogged this on und kommentierte:
    Eine Apothekerin hat mein Posting zum Thema „Vertrauliche Gespräche in der Apotheke“ gelesen und sehr sachlich + fachlich geantwortet. Lesenswert. Offenbar besteht auch bei anderen Apotheken-Kunden ein Interesse an diesem Thema.

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