reine Gewohnheitssache

Kundin: „Neocid zum aufstellen gegen Küchenmotten, bitte“

Drogistin: „Wir haben nur die Fallen von Gesal da, – aber das ist das gleiche.“

Kundin: Hmm, ich weiss nicht ob ich das nehmen kann, das ist gestreift … das sind sie nicht gewohnt.“

Drogistin: (denkt: – ‚die Motten??‘ )

Übrigens: Diese Fallen zum aufstellen gegen Lebensmittelmotten sind sehr wirksam. Sie sind sogar so wirksam, dass sie die Motten von ausserhalb des Hauses anziehen mit ihrem Lockstoff, wenn man sie offen aufstellt und die Fenster offen hat …

Also: Erst mal alles aufräumen und wegschmeissen, was Käferli drin hat in den Lebensmitteln und dann die Falle im Schrank aufstellen – das holt dann die, die man übersehen hat.

5 Antworten auf „reine Gewohnheitssache

  1. Wenn es nur die Mottenfallen sind…

    Lustig wird die Diskussion aber bei Arzneimitteln. Wenn der Hersteller das Packungsdesign geändert hat, der Arzt die Generika-Firma wechselt oder die Apotheke jetzt eine andere Firma abgeben muss aus rechtlichen Gründen.
    Dann wirkt das Arzneimittel nämlich nicht mehr. Oder das Theater geht schon in der Apotheke los („Das ist nicht das richtige Medikament!!!“).

    Viel Spass mit den neuen AOK-Verträgen in Deutschland wünsche ich meinen Kolleginen und Kollegen in der Offizin.

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  2. Ich hab ein bisschen über das deutsche Krankenkassen – und speziell das Rabattsystem gelesen. Das muss für die Apotheker speziell mühsam sein, wenn ihnen von verschiedenen Krankenkassen vorgeschrieben wird, welches Generikum sie jetzt abgeben dürfen, damit es bezahlt wird. Da muss man ständig sein Lager anpassen, von einem Produkt wohl gleich 5 an Lager haben (obwohl es eigentlich dasselbe ist) und dann gibt es ja doch gewisse Unterschiede bei den Generika: z.B. auch Schluckbarkeit, Geschmack … dass sie da nicht den Fachpersonen des Gesundheitssystems vertrauen können das richtige auszusuchen und das statt dessen den Bürokraten überlassen ist … schlecht!

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  3. Ja, das mit den Rabattverträgen ist echt ein Graus.

    Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, den Kunden gegenüber gar nicht mehr zu erwähnen, dass sich der Hersteller geändert hat, sondern gebe ohne Kommentar (zur Firma / zum Hersteller) das Präparat ab und frage, ob er / sie weiß, wie es eingenommen werden muss.

    Das klappt in 90% der Fälle. Nur sehr selten gibt es noch die Diskussionen a la „Das ist nicht das richtige Medikament“. Viele Patienten reagieren mittlerweile eher mit einem „Haben die schon wieder umgestellt?“ und schlucken den Ärger herunter.

    Bezüglich des Warenlagers: Zu große Veränderungen gibt es nicht und wenn sie anstehen sollten, dann ist der BAV und die AOK so nett, uns Listen zu schicken mit den notwenidigen Wirkstoffen und Herstellern, so dass man sehr schnell reagieren kann.

    Ich habe mich mittlerweile mit der aktuellen Gesetzeslage arrangiert. Bleibt mir ja nichts anderes übrig.

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  4. DAS stell ich mir sehr interessant vor wie die eine Motte zur anderen sagt: „Näää da flieg ich nicht hin – das Muster passt gar nicht zu meiner Flügelfarbe – DU kannst sowas ja tragen – Aber ich ?“

    Mal ernsthaft: ich muss leider regelmässig Medis nehmen und hab mich inzwischen dran gewöhnt, dass ich jedesmal eine neue Verpackung habe. Hauptsache dat Zeuch wirkt….

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  5. Oh ja, Danke liebe Krankenkassen für die Verträge.

    Mir ist es theoretisch egal, welche Firma drauf steht, solange das richtige drin ist.
    Praktisch brauche ich aber Medikamente die Laktosefrei sind und da kommen mitunter sogar die Apotheker ins Schleudern. Dann schreibt mein Arzt einen Hersteller aufs Rezept weil er weiß, dass dieses Produkt Laktosefrei ist und in der Apotheke kommen sie nicht damit klar, dass der Arzt mitdenkt. Dann wollen sie mir auf Biegen und Brechen das mitgeben, was mit meiner KK zusammenarbeitet obwohl da Laktose drin wäre.
    Anstrengend sowas.
    Wahlweise tippt ein anderer Arzt auch irgendwas ein, ohne auf Inhaltsstoffe zu achten. Ich erwähne meine Unverträglichkeit in der Apo und die kommen total ins Schleudern deswegen, weil sie mir a) was anderes geben müssen als der Arzt aufgeschrieben hat und das Rezept somit falsch ist und b) das Medi dann teilweise immernoch nicht das ist, was die Krankenkasse bezahlt.

    Echt blöd sowas. Was erlaubt die Frau Blogolade sich auch, Sonderwünsche zu haben, die soll sich gefälligst Schema F beugen, wir haben es schwer genug mit all den Bestimmungen und Verträgen. :-(

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